François Bausch

23. Oktober 2014 14:26; Akt: 23.10.2014 14:54 Print

Der kostenlose Transport wurde «heftig kritisiert»

LUXEMBURG - Der Infrastrukturminister verteidigt die Entscheidung der Regierung, Luxemburger Studenten künftig für den Weg zur Uni zu Kasse zu bitten.

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Alle Studenten müssen künftig für den Weg zur Ausbildungsstätte zahlen. (Bild: Editpress)

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Infrastrukturminister François Bausch (Déi Gréng) versucht sich als Streitschlichter. Etliche Beschwerden prasselten auf ihn ein, nachdem die Regierung entschieden hat, dass Studenten in Zukunft nicht mehr kostenlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren dürfen. Dabei stellt der Minister in einer parlamentarischen Antwort klar: Die bisherige Regelung wurde in der Vergangenheit «heftig kritisiert.»

«Es ist schwierig, das System zu verwalten», sagt Bausch. Es sei unmöglich, so zu kontrollieren, dass eine ernsthafte Durchführung der Regelung möglich ist - vor allem, seit es den Uni-Campus in Luxemburg gibt. Darüber hinaus sei der Begriff des Wohnsitzes unklar, da mehr und mehr Studenten an verschiedenen Orten leben. Ebenfalls problematisch sei die Abgrenzung von Studenten, Schülern und Auszubildenden. Zusätzlich gebe es Probleme mit den ausländischen Studenten, die für eine «wachsende Zahl der Betrugsfälle» sorgen würden.

Jumbokarte für 75 Euro im Jahr

«Das derzeitige System ruft Ungleichheiten hervor», sagte der Minister. Die Studenten der Uni Luxemburg zahlen derzeit im Rahmen der halbjährlichen Semestergebühr eine Abgabe an den Verkehrsverbund und erhalten so die Möglichkeit, kostenlos zwischen Wohnort und Uni zu pendeln. Andere postsekundäre Studenten erhalten eine kostenlose MyCard, mit der sie das gleiche Recht haben. Anmeldungen für diese Karte sind in den letzten Jahren explodiert - von 250 im Jahr auf rund 1000.

Bausch weist auch darauf hin, dass die zukünftige Lösung keinesfalls zur Empörung berechtige. Die Jumbokarte, die für alle Studenten jährlich 75 Euro kosten soll, ermöglicht den Zugang zu allen öffentlichen Verkehrsmitteln im Land. Der Preis sei bescheiden, findet der Minister. Nicht zuletzt, weil einkommensschwächere Personen weiter Anspruch auf kostenlose Tickets haben.

(jg/L'essentiel)

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