Gewalt in Polen

12. Juni 2012 19:37; Akt: 13.06.2012 09:17 Print

Hooligans liefern sich Straßenschlacht

Im Umfeld des EM-Spiels zwischen Polen und Russland haben Hooligans beider Seiten sich Straßenschlachten geliefert.

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Eine geschlossene Fangruppe von mehr als tausend Fans war unter starkem Polizeischutz zum Stadion marschiert. Immer wieder kam es zu Versuchen von vermummten Hooligans, die Absperrungen zu durchbrechen.

Auch Steine flogen und Feuerwehrkörper wurden gezündet, während die Russen mit Fahnen und Sprechchören schon vor Spielanpfiff ihren Unabhängigkeitstag feierten. Nach Polizeiangaben kam es zu mehreren Festnahmen. Augenzeugen berichteten über mehrere blutende Verletzte, zur Gesamtzahl der Festgenommenen und Verletzten gab es aber zunächst keine Informationen.

Riesiges Polizeiaufgebot

Insgesamt verlief der Marsch der russischen Fans trotz der Störungsversuche friedlich. Erst kurz vor dem Stadion wartete eine größere Gruppe polnischer Gegendemonstranten. Als sie begannen, Feuerwerkkörper zu entzünden, leitete die Polizei den russischen Marsch zu einem anderen Stadioneingang um.

Der polnische Innenminister Jacek Cichocki hatte den Polizeieinsatz vor dem politisch wie sportlich brisantem Spiel als bisher größte Herausforderung für die Sicherheitskräfte bei der EM bezeichnet. Am Dienstag waren schon Stunden vor Spielbeginn deutlich mehr Polizisten als an den vorangegangenen Tagen auf den Straßen.


Familien gehen schon nachmittags ins Stadion

Viele russische Fans, vor allem Familien, versuchten möglichen Spannungen auszuweichen, indem sie schon am frühen Nachmittag zum Stadion aufbrachen. Zu dem Spiel haben fast 12 000 Russen Karten. Tausende andere dürften das Match auf der Fanmeile in der Warschauer Innenstadt verfolgen.

(L'essentiel Online/dpa)

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