DSK bei LSK

25. September 2013 14:31; Akt: 25.09.2013 16:54 Print

Strauss-​​Kahn wird Banker in Luxemburg

LUXEMBURG - Der gefallene Ex-Chef des Internationalen Währungsfonds wird Präsident einer Geschäftsbank in Luxemburg. Unklar ist, ob DSK oft auf dem Boulevard Royal zugegen sein wird.

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Dominique Strauss-Kahn dürfte bald öfter über den Boulevard Royal spazieren. Der gefallene Ex-Direktor des IWF wird Präsident des Verwaltungsrats einer Geschäftsbank in Luxemburg. (Bild: AFP)

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DSK wird Präsident des Verwaltungsrats der Geschäftsbank LSK in Luxemburg. Dominique Strauss-Kahn, der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), wird am 18. Oktober Präsident der luxemburgischen Finanzgesellschaft Anatevka. Zu diesem Anlass wird sie umgetauft und trägt künftig auch den Namen ihres bekannten Präsidenten: Leyne, Strauss&Kahn & Partners nennt sich die Geschäftsbank, die seit 1994 in Luxemburg tätig ist, künftig.

Dass der bekannte Präsident DSK dann ab und zu über den Boulevard Royal spaziert, wo die Bank ihren Sitz hat, ist wahrscheinlich: Er «wird regelmäßig in Luxemburg sein. Das bringt meiner Meinung nach eine neue Dynamik für den Finanzplatz», erklärt Thierry Leyne, DSKs neuer Geschäftspartner gegenüber «L’essentiel Online». «Zu seiner Einführung am 18. Oktober ist er aber wahrscheinlich nicht anwesend.»

100 Mitarbeiter in sechs Ländern

Die 1994 von Thierry Leyne gegründete Gesellschaft wird zu diesem Zweck extra umgetauft. Sie wird Leyne, Strauss-Kahn & Partners oder LSK heißen. Die Investment-Gesellschaft beschäftigt etwa 30 Mitarbeiter in Luxemburg und insgesamt etwa 100 Mitarbeiter in Luxemburg, Belgien, Monaco, Israel, der Schweiz und Rumänien.

Das Unternehmen wurde nach dem Vorbild angelsächsischer Banken gegründet. Ihr Kerngeschäft besteht aus Kapitalverwaltung, Versicherungsgeschäft und Finanzvermittlung. Seit März dieses Jahres ist das Unternehmen an der Börse in Paris notiert. Sein Wert wird mit 50,24 Millionen Euro angegeben.

Dominique Strass-Kahn trat 2011 von seinem Posten als IWF-Direktor zurück, nachdem er der Vergewaltigung eines Zimmermädchens in einem Hotel bezichtigt wurde. In Frankreich läuft derzeit ein Verfahren gegen DSK wegen Zuhälterei. Seit September agiert Dominique Strauss-Kahn als Berater der serbischen Regierung. Seit Juli agiert er ebenfalls im Aufsichtsrat zweier russischer Banken.

(L'essentiel Online mit AFP)

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