«Spiel mit dem Feuer»

09. April 2020 10:02; Akt: 09.04.2020 10:06 Print

WHO empört sich über Trumps giftige Vorwürfe

Die giftigen Vorwürfe von US-Präsident Trump wies die WHO am Mittwoch entschieden zurück und warnte: Wenn keine Einigkeit sichergestellt werden könne, stünde das Schlimmste noch bevor.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Vorwürfe und Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen die UN-Organisation mit einem dramatischen Appell gekontert. Das Coronavirus für politische Zwecke zu missbrauchen, sei das Schädlichste, was jetzt passieren könne, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Es gehe um nationale Einheit, das Arbeiten über ideologische und Parteigrenzen hinweg und schließlich um internationale Solidarität.

«Das Schlimmste steht uns noch bevor, wenn wir uns nicht beeilen, Einigkeit sicherzustellen», warnte der WHO-Chef. Trump hatte der WHO mit einem Stopp von Beitragszahlungen gedroht. Er warf der Organisation vor, nicht genügend aufgeklärt und einen auf China fokussierten Ansatz gehabt zu haben.

«Spiel mit dem Feuer»

Ein Vorgehen, das die Gesellschaft in diesem Moment spalte, sei wie ein Spiel mit dem Feuer, meinte Tedros. Nur Einigkeit helfe, «wenn man nicht noch viel mehr Leichensäcke» riskieren wolle. Statt Länder gegeneinander auszuspielen, käme es jetzt auf einen Schulterschluss zwischen den USA und China an. Ein solches Bündnis habe bei der Bekämpfung der Pocken zu Zeiten des Kalten Kriegs zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion funktioniert. Beide Staaten hätten sich führend an der Ausrottung der Seuche beteiligt, was damals innerhalb von zehn Jahren gelungen sei, sagte Tedros weiter.

Tedros erinnerte daran, dass die WHO bereits seit Anfang Januar ihre Mitgliedsstaaten umfassend über die aufziehende Gefahr gewarnt habe. Ende Januar habe die Organisation eine «gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» erklärt. Damals habe es erst sehr wenige Sars-CoV-2-Fälle außerhalb Chinas gegeben. Die WHO unterstütze die internationale Gemeinschaft unermüdlich mit Informationen und auch Material wie Schutzausrüstungen und Tests.

(L'essentiel/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roland am 09.04.2020 11:26 Report Diesen Beitrag melden

    Hier zu muss man sagen, Trump hat in einer Sache nicht unrecht, die WHO hat geschlafen und hat am Anfang immer Epedemie geredet, was schon damals falsch war, bei sovielen Krankheitsfaellen in China. Die WHO muesste hiertrotzdem mal zugeben dass diese Interpretation falsch war. Die WHO soll sich mal mit dem auseinander setzen und angehen und Regeln festlegen was ist Epedemie oder Pandemie. Ansonsten soll Trump einfach die WHO weiter unterstuezen, denn klar Geld wird gebraucht um weiterhin Informationen ueber das Gesundheitssystem in der Welt aufrecht zu erhalten, was sehr wichtig is Herr Trump.

  • wo sind die Beweise? am 09.04.2020 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Wundert sich irgend jemand über die Entsetzt-Konter der WHO? Allerdings dann nur esoterisches Gewäsch anstelle von belegbaren Fakten.

  • och eng Wourecht am 09.04.2020 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Deshalb ist TAIWAN auch wohl kein Mitglied der WHO, und zwar nur auf Druck Chinas. Und wohl deshalb wurde Taiwan besser mit dem Problem fertig als manche WHO Mitglieder.

Die neusten Leser-Kommentare

  • och eng Wourecht am 09.04.2020 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Deshalb ist TAIWAN auch wohl kein Mitglied der WHO, und zwar nur auf Druck Chinas. Und wohl deshalb wurde Taiwan besser mit dem Problem fertig als manche WHO Mitglieder.

  • wo sind die Beweise? am 09.04.2020 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Wundert sich irgend jemand über die Entsetzt-Konter der WHO? Allerdings dann nur esoterisches Gewäsch anstelle von belegbaren Fakten.

  • Julie am 09.04.2020 11:26 Report Diesen Beitrag melden

    Ehrlich: mich hat es die ganze Zeit gewundert dass die WHO lange nicht von einer Pandemie sprechen wollte obwohl bereits alle genau diesen Begriff benutzten, ausserdem kann man sich tatsächlich jetzt fragen ob es in dieser Krise einen Unterschied macht wenn es diese WHO nicht gäbe ? Letztendlich managen die einzelnen Staaten die Krise vielleicht kann man das Geld der WHO sinnvoller nutzen !

  • Roland am 09.04.2020 11:26 Report Diesen Beitrag melden

    Hier zu muss man sagen, Trump hat in einer Sache nicht unrecht, die WHO hat geschlafen und hat am Anfang immer Epedemie geredet, was schon damals falsch war, bei sovielen Krankheitsfaellen in China. Die WHO muesste hiertrotzdem mal zugeben dass diese Interpretation falsch war. Die WHO soll sich mal mit dem auseinander setzen und angehen und Regeln festlegen was ist Epedemie oder Pandemie. Ansonsten soll Trump einfach die WHO weiter unterstuezen, denn klar Geld wird gebraucht um weiterhin Informationen ueber das Gesundheitssystem in der Welt aufrecht zu erhalten, was sehr wichtig is Herr Trump.

  • Lügendetektor am 09.04.2020 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    Die WHO muss weg, denn es ist eine Lügenmaschine im Auftrag von china: Am 14. Januar behauptete die WHO, dass es „keine Beweise einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung“ des neuen Coronavirus gebe... Sie übernimmt die Propagandazahlen über den Corona-Ausbruch des chinesischen Regimes und vermeidet es nach Kräften, die Machthaber in Peking zu kritisieren