Philharmonie-Einsatz

25. Juni 2015 12:33; Akt: 25.06.2015 12:41 Print

Künstlergruppe kritisiert Vorgehen der Polizei

LUXEMBURG - Das Kollektiv «Richtung 22» hat sich zur Farbaktion an der Philharmonie bekannt und das Vorgehen der Polizei kritisiert. Die reagiert gelassen.

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Kommentar der «Richtung 22» zum Einsatz an der Philharmonie. (Bild: Richtung 22)

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Straftat oder politisch motivierte Kunst? Das Graffiti rund um die Luxemburger Philharmonie sorgt auch zwei Tage nach dem Nationalfeiertag für Wirbel. In der Nacht zum Dienstag hatten Jugendliche die Wände zu den Eingängen des unterirdischen Parkhauses sowie den Boden vor der Philharmonie mit Farbe beschmiert. Die Polizei stellte die Täter, die Feuerwehr musste putzen.

Nun melden sich die Initiatoren zu Wort – und kritisieren Polizei und Medien. Das Theater- und Filmkollektiv Richtung 22 hat sich zu der Malaktion bekannt und die Vorgehensweise der Beamten angeprangert. Die Polizei habe in ihrer Pressemitteilung eine «nicht ganz richtige Version» der Geschehnisse veröffentlicht und damit eine Trash-Geschichte produziert, die von den Medien kopiert worden sei.

«So oder so eine Straftat»

Beispielsweise habe Richtung 22 «kein Graffiti, sondern Kreide benutzt». Es stelle sich die Frage, «mit welchem Recht die Polizei die politische Kunstaktion unterbunden hat». Für die Police Grand-Ducale ist der Fall dennoch klar. «Es ist so oder so eine Straftat», heißt es. Mit Besen und Eimer hätten die erwischten Jugendlichen das Kreidespray vielleicht wegbekommen – aber das hätte zu lange gedauert. Die Berufsfeuerwehr habe für ihre Reinigungsaktion dann rund 3000 Liter Wasser und 20 Liter Ölbindemittel verbraucht. Darüber hinaus sei die Behauptung von der Künstlergruppe, dass die Polizei sich für die Pressemeldung bereits entschuldigt habe, schlichtweg «falsch».

Laut Richtung 22 sollten die Kreidespray-Nachrichten am Nationalfeiertag eine politische Nachricht rüberbringen. Bei der Kritik am Vorgehen der Beamten gehe es «um die Frage nach Kunst- und Meinungsfreiheit in Luxemburg», heißt es in der Mitteilung der Künstler. Die Polizei will zu dieser Kritik keine Stellung nehmen.

(Jan Morawski/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Haagen Nic am 25.06.2015 14:17 Report Diesen Beitrag melden

    Dann sollen diese Pseudodemokraten ihren Mist Zuhause an ihre Klowände schmieren und dort ihre Botschaften verbreiten und bitte die Finger von den Allgemeingütern fern halten. Was wäre wenn plötzlich jede geglaubte politische Gruppierung mit schmieren anfangen würde oder man am Abend der Herrn Bettel oder sonst einen aus der Politik mit einer Spraydose an einem Brückenpfeiler erwischen würde. Ich bin auch für eine bunte Welt aber das ist nicht mit Scmierereien.

  • Osama bin Kreidistan am 25.06.2015 18:19 Report Diesen Beitrag melden

    Lustig, wie sich die Presse nun mit Wikipedia-Definitionen aus der Verantwortung ziehen will. Dabei haben so manche Presseorgane die Story erst noch mit bunten Graffiti-Bildern illustriert. Es ist wohl L'essentiel, dem sonst keine Meldung zu peinlich ist, etwas unangenehm, ständig die Mikrowelle für das "Policebulletin" ze spielen. Vielleicht wäre es mal an der Zeit, richtigen Journalismus zu machen und statt dem Copy-Paste von Pressemitteilungen (egal von wem sie stammen) mal zum Telefonhörer zu greifen und unlogische Aussagen zu überprüfen.

  • Beschmutzer am 25.06.2015 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Das ganze ist doch lächerlich wenn es jetzt grafitti gewesen wäre könnte man darüber streiten aber nicht wegen kreide farbe. Und zu dir Saubermann was für folgekosten ein wenig wasser womit man die kreidefarbe wieder los wirddas ist lachhaft, die Polizei hätte besser vielerorts die Drogenkriminalität zu bekämpfen anstatt so ein ding abzuziehen. Bei uns in der Stadt gibt es eine bestimmte Stelle wo die Dealer hausen und die Leute anpöbeln doch da wird nichts unternommen ...... :-(

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Osama bin Kreidistan am 25.06.2015 18:19 Report Diesen Beitrag melden

    Lustig, wie sich die Presse nun mit Wikipedia-Definitionen aus der Verantwortung ziehen will. Dabei haben so manche Presseorgane die Story erst noch mit bunten Graffiti-Bildern illustriert. Es ist wohl L'essentiel, dem sonst keine Meldung zu peinlich ist, etwas unangenehm, ständig die Mikrowelle für das "Policebulletin" ze spielen. Vielleicht wäre es mal an der Zeit, richtigen Journalismus zu machen und statt dem Copy-Paste von Pressemitteilungen (egal von wem sie stammen) mal zum Telefonhörer zu greifen und unlogische Aussagen zu überprüfen.

  • Mr Propper am 25.06.2015 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    Ich hoffe dass die Künstlergruppe zu Ihrer Aktion steht und den Einsatz der Feuerwehr bezahlt

  • Beschmutzer am 25.06.2015 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Das ganze ist doch lächerlich wenn es jetzt grafitti gewesen wäre könnte man darüber streiten aber nicht wegen kreide farbe. Und zu dir Saubermann was für folgekosten ein wenig wasser womit man die kreidefarbe wieder los wirddas ist lachhaft, die Polizei hätte besser vielerorts die Drogenkriminalität zu bekämpfen anstatt so ein ding abzuziehen. Bei uns in der Stadt gibt es eine bestimmte Stelle wo die Dealer hausen und die Leute anpöbeln doch da wird nichts unternommen ...... :-(

    • Blannenjang am 25.06.2015 21:17 Report Diesen Beitrag melden

      haha emmer dei ausgelutschten Drogenkriminaliteit......alles soll bestrooft gin waat falsch as och wann daat villen Leit net passt well se selwer falsch sin....

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  • Haagen Nic am 25.06.2015 14:17 Report Diesen Beitrag melden

    Dann sollen diese Pseudodemokraten ihren Mist Zuhause an ihre Klowände schmieren und dort ihre Botschaften verbreiten und bitte die Finger von den Allgemeingütern fern halten. Was wäre wenn plötzlich jede geglaubte politische Gruppierung mit schmieren anfangen würde oder man am Abend der Herrn Bettel oder sonst einen aus der Politik mit einer Spraydose an einem Brückenpfeiler erwischen würde. Ich bin auch für eine bunte Welt aber das ist nicht mit Scmierereien.

  • Saubermann am 25.06.2015 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Auch mit Kreide kann man öffentliches oder privates Eigentum beschmutzen. Jeder der so etwas macht, sollte sich den Folgekosten bewusst sein. Kunst ist eben nicht überall erwünscht.

    • Sir Bulli am 25.06.2015 13:54 Report Diesen Beitrag melden

      Wobei hei "konscht"just een aanert Wuert fir Vandalismus ass.

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