In Luxemburg

29. April 2015 13:27; Akt: 29.04.2015 15:14 Print

Viertel der Studenten kämpft mit Geldproblemen

LUXEMBURG – Studenten im Großherzogtum kämpfen sich zum Monatsende durch: 65 Prozent der Befragten brauchen Geld von der Familie, ein Viertel jobbt.

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In Luxemburg gibt ein Student im Monat durchschnittlich 564 Euro aus. (Bild: Editpress)

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Studieren in Luxemburg ist teuer: Im Durchschnitt gibt ein Student im Großherzogtum monatlich 564 Euro aus. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsinstituts TNS-ILReS im März und April unter 2839 Studenten, die finanzielle Hilfe in Luxemburg beantragt hatten. Demnach erhalten 65 Prozent der Studenten Unterstützung durch ihre Familien. Diese liegt im Durchschnitt bei 435 Euro pro Monat. Ein Viertel der Befragten erarbeitet nebenbei ein niedriges Einkommen. 65 Prozent der Studenten verdienen weniger als 500 Euro im Monat. Alles in allem haben 57 Prozent nicht genug Geld, um bis zum Monatsende durchzukommen. Fast ein Viertel steckt sogar regelmäßig in finanziellen Schwierigkeiten. Diese Probleme machen vor allem Studenten aus Familien mit schwachen Einkommen zu schaffen. 43 Prozent der Studenten, deren Eltern weniger als die 1921 Euro des gesetzlichen Mindestlohns im Monat verdienen, müssen kämpfen, um über die Runden zu kommen.

Die Umfrage wurde vom Ministerium für Hochschulwesen und von Studentenvereinigungen gemeinsam durchgeführt. Allerdings hat die Zusammenarbeit schon vor der Präsentation der Ergebnisse Risse bekommen. Die Studentenvereinigung UNEL hielt mit seiner Kritik am Ministerium nicht zurück: Es handele sich um eine beschönigte Analyse, die «zeigen soll, dass Studenten genug Geld haben». Dem sei aber nicht so. Daher boykottierte die UNEL die Pressekonferenz am Mittwoch und blieb der Veranstaltung fern. «Es fehlen viele Zahlen, vor allem, wenn es um die Bildung der Eltern oder den Zugang zu Stipendien in Abhängigkeit von Geschwistern geht», beklagt UNEL-Sprecher Pol Reuter.

Die Antwort von Marc Hansen, Staatssekretär für Hochschulbildung, ließ nicht lange auf sich warten: «Vielleicht gefallen die Ergebnisse nicht. Aber sie waren weitgehend an der Ausarbeitung der Fragebögen beteiligt. Hier versteht niemand ihre Abwesenheit.»

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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