MINISTERIUM ANTWORTET

21. August 2012 16:08; Akt: 21.08.2012 16:44 Print

«Anfragen liegen auf Eis»

LUXEMBURG – Ist ein religiöser Verein gemeinnützig? Die asbl «Le Juste Milieu», die einen Gebetsraum in Bonneweg kaufen will, muss auf die Antwort des Ministers noch warten.

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François Biltgen will den Bericht einer Expertenkommission abwarten. (Bild: Editpress)

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Der religiöse Verein «Le Juste Milieu» in Bonneweg würde gerne als gemeinnützige Organisation anerkannt, damit Unterstützer ihre Spenden steuerlich absetzen können. Das Kultusministerium habe allerdings nicht auf eine entsprechende Anfrage geantwortet, erklärten die Verantwortlichen des Vereins vergangene Woche gegenüber «L’essentiel Online». «‘Le Juste Milieu‘ hat von uns eine Empfangsbestätigung erhalten», erklärt nun Jeannot Berg, Pressesprecher des Kultusministeriums, auf Anfrage von «L’essentiel Online».

Der Verein benötigt dringend Mittel, um seinen Gebetsraum in der Rue Dernier Sol in Bonneweg kaufen zu können. Auf seiner Internetseite teilt die Asbl mit, dass ihr zur Zahlung der zweiten Rate noch immer 160 000 Euro fehlen. Am 1. September werden 322 800 Euro fällig. Spenden werden derweil bereits in Katar gesammelt.

Anfragen liegen auf Eis

Bei einem Treffen zwischen der Shoura, der offiziellen Vertretung der Muslime in Luxemburg, und Kultusminister François Biltgen am 8. Dezember 2011 hat der Ressortchef angekündigt, dass die externe Finanzierung der Religionsgemeinschaften Thema einer Expertengruppe sei.

Diese beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen Religionen und Staat in Luxemburg. Bis ihr Bericht vorliegt, würden alle entsprechenden Anfragen auf Eis gelegt, so Jeannot Berg.

(jw/L'essentiel Online)