Das stinkt

25. Juli 2012 17:53; Akt: 25.07.2012 18:22 Print

Die Welt droht im Abfall zu versinken

Jede Sekunde produziert die Menschheit über 41 Tonnen Abfall. Bis in 13 Jahren soll sich diese Menge gar verdoppeln. Immerhin es gibt einen Lichtblick.

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Jede Sekunde produziert die Menschheit über 41 Tonnen Abfall. (Bild: AFP)

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Die Menschheit produziert immer mehr Abfall. 1,3 Milliarden Tonnen an Haushaltsmüll fällt weltweit jedes Jahr an – eine unvorstellbar große Menge. Zum Vergleich: In der größten Müllhalde der Welt, der Deponie «Bordo Poniente» in Mexiko-City, lagerten bis Ende 2011 76 Millionen Tonnen Abfall. Dann wurde der gigantische Abfallhaufen, auf dem sich auf einer Fläche von unfassbaren 7000 Fußballfeldern der Dreck 17 Meter hoch stapelte, von den Behörden geschlossen.

Keiner produziert so viel Müll wie die USA

Jede Sekunde produziert die Menschheit über 41 Tonnen Abfall. Diese Zahl präsentierte das Worldwatch-Institut soeben in einer Studie. Erschreckend kommt hinzu: Das renommierte Institut in Washington rechnet damit, dass sich diese Menge bis ins Jahr 2025 verdoppeln wird. Gezählt wurde in der Studie der gesamte Abfall, der bei Bürgern, Büros und Geschäften anfällt: Papier, Plastik, Glas und Metalle.

Nicht mitgezählt wurden die noch viel stärker ins Gewicht fallenden Abfälle aus Industrie, Baugewerbe und Landwirtschaft. Einen Lichtblick gibt es in der Studie. Ein Viertel des gesamten Abfalls – also 425 Millionen Tonnen – wird mittlerweile wiederverwertet, kompostiert oder natürlich abgebaut. Führend in der Müll-Statistik sind die USA. Deren 310 Millionen Einwohner produzieren 620 000 Tonnen Abfall im Jahr.

Immerhin konnten die Amerikaner in den vergangenen drei Jahrzehnten den Anteil des wiederverwerteten Abfalls von zehn auf 34 Prozent steigern. Hinter den USA folgt das Milliardenvolk China mit rund 520 000 Tonnen Abfall jährlich.

Luxemburg 40 Prozent über EU-Schnitt

Bei der durchschnittlichen Abfallmenge pro Einwohner im Jahr liegt das Großherzogtum 40 Prozent über dem EU-Schnitt. Schlechter als Luxemburg stehen nur noch Zypern, Irland und Dänemark da. Als Grund für die verhältnismäßig großen Abfallmengen wird in der Regel, so auch im vorliegenden Gesetzentwurf, der hohe Lebensstandard in Luxemburg angeführt.

Nichtsdestotrotz ist die Restabfallmenge in Luxemburg seit Jahren rückläufig. Zwischen 2004 und 2009 fiel die jährliche Pro-Kopf-Abfallmenge, die auf einer Deponie gelagert oder aber verbrannt wird, von 262,8 auf 245,6 Kilogramm. Dies entspricht einem Rückgang von 6,5 Prozent. Desweiteren verzeichnet das Großherzogtum eine der besten Recyclingquoten Europas. Der diesbezügliche landesweite Durchschnitt liegt bei 42,1 Prozent.

Was tun Sie gegen den immer größer werdenden Abfallberg? Diskutieren Sie mit.


(L'essentiel Online / jam)

  • elmel am 25.07.2012 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach ... viele unnütze Verpackungen verbieten. Warum immer wieder PET-Flaschen, warum nicht wieder NUR Glasflaschen. Warum müssen Käse, Wurst und sonstige Nahrungsmittel in Plastik verpackt sein ? Kauft diese Nahrungsmittel NICHT mehr, und ihr werdet sehen wie schnell die Industrie reagiert