Atomares Risiko?

14. März 2011 19:32; Akt: 15.03.2011 13:12 Print

Luxemburg überwacht Radioaktivität

LUXEMBURG - Die Sorgen um die beschädigten Atommeiler an Japans Küste sind noch immer groß. Ein Luxemburger Nuklearexperte nimmt Stellung zu den Folgen für das Großherzogtum.


auf einer größeren Karte ansehenDie Atommeiler in der Großregion

Sieben AKWs befinden sich innerhalb eines 200-Kilometer-Radius um Luxemburg herum.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema

L'essentiel: Wann wurde das System zur Kontrolle der Radioaktivität erstmals eingesetzt?
Patrick Majerus, zuständig für Nuklearsicherheit im Gesundheitsministerium: Seit 1986 bauen wir solche Kontrollstationen. Solch ein System haben wir einen Tag nach der Tschernobyl-Katastrophe eingesetzt, aber vor allem bei der Konstruktion des Atommeilers in Cattenom. Luxemburg setzt auf Wachsamkeit. Das Land hat Kontrollstationen an der Grenze eingerichtet und nach und nach auch in den Gebieten, die zwischen zehn und 25 Kilometer vom lothringischen AKW entfernt liegen. So ist das Netz gewachsen, 1995 waren es bereits 23 Stationen.

Haben die Systeme schon einmal Überschreitungen der Radioaktivität registriert?
Klar, weil es eine natürliche Radioaktivität gibt. Sie ist schwach und konstant, aber manchmal lösen diese Werte einen minimalen Alarm aus. Jedes Jahr registrieren wir ungefähr 700 Alarmfälle, die - ich unterstreiche das - für die Gesundheit nicht schädlich sind.

Kann Luxemburg im Fall einer Katastrophe angemessen reagieren?
Die Katastrophe in Japan zeigt, dass selbst ein in Sachen Nuklearsicherheit weit fortgeschrittener Staat dabei Schwierigkeiten hat. Die Antwort auf diese Frage muss also bescheiden ausfallen. Wir haben aber einen Aktionsplan für den Notfall parat. Und wir nehmen an allen Trainigsmaßnahmen von Cattenom teil, um auf den Fall der Fälle bestmöglich vorbereitet zu sein.

(L'essentiel mit Patrick Jacque)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.