François Fillon

29. Juni 2020 19:45; Akt: 29.06.2020 19:46 Print

Frankreichs Ex-​​Premier nach Job-​​Affäre verurteilt

Frankreichs Ex-Premier François Fillon ist vor Gericht verurteilt worden. Er hatte über Jahre seiner Frau Posten in der französischen Nationalversammlung verschafft.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der ehemalige französische Präsidentschaftskandidat François Fillon ist wegen Scheinbeschäftigung seiner Ehefrau zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Ein Pariser Gericht verhängte am Montag fünf Jahre Gefängnis, davon drei auf Bewährung, wie französische Medien übereinstimmend berichteten.

Auch seine Ehefrau Penelope wurde zu drei Jahren auf Bewährung verurteilt. Sie war jahrelang auf Parlamentskosten bei ihrem Mann im Parlament beschäftigt gewesen. Penelope war als parlamentarische Mitarbeiterin für ihren Mann und dessen Nachfolger Marc Joulaud in der Nationalversammlung tätig. Dabei handelte es sich nach Auffassung des Gerichts um eine Scheinbeschäftigung. Joulard wurde nun ebenfalls zu einer Bewährungsstrafe verurteilt

«Das Schlimmste, was ich je erlebt habe»

Die Vorwürfe hatten Fillons letztlich erfolglose Präsidentschaftskandidatur 2017 schwer belastet. Fillon galt damals als großer Favorit für den Posten des künftigen französischen Staatschefs. Er kämpfte schließlich um sein politisches Überleben – und stürzte in den Umfragen ab. Die Fillons haben die Vorwürfe in der Jobaffäre stets zurückgewiesen. Sie sprachen von einer Intrige. «Das ist das Schlimmste, was ich in meinem Leben erlebt habe», erklärte Penelope damals.

Alle drei müssen hohe Geldstrafen zahlen. Sie sind außerdem angewiesen worden, mehr als eine Million Euro an die Nationalversammlung zurückzuzahlen. Das Gericht entschied außerdem, dass François Fillon zehn Jahre lang in kein politisches Amt gewählt werden kann. Das Ehepaar Fillon fechtet den Entscheid an.

(L'essentiel/Reto Heimann)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Little Roger am 30.06.2020 09:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mafiosi müssten ohne Bewährung in den Knast,und das ganze Geld was sie gestohlen haben zurück zahlen,sonst sollte man ihren Besitz beschlagnahmen den die bestimmt haben,ohne wenn und aber,die kommen immer zu gut davon,gehen in Berufung und werden dann von Richter Freunden freigesprochen aus mangel an Beweisen,man weis ja wie das bei der Gesellschaft läuft!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Little Roger am 30.06.2020 09:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mafiosi müssten ohne Bewährung in den Knast,und das ganze Geld was sie gestohlen haben zurück zahlen,sonst sollte man ihren Besitz beschlagnahmen den die bestimmt haben,ohne wenn und aber,die kommen immer zu gut davon,gehen in Berufung und werden dann von Richter Freunden freigesprochen aus mangel an Beweisen,man weis ja wie das bei der Gesellschaft läuft!!!