BEEINDRUCKENDES TIER

24. Juli 2012 16:12; Akt: 24.07.2012 16:45 Print

Hai sorgt an belgischer Küste für Panik

Viel Aufregung verursachte am Montag ein knapp zwei Meter langer Hai am Strand von La Panne an der belgischen Küste - völlig umsonst, wie sich herausstellte.

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Das Foto des Riesenhais von La Panne. (Bild: natuurbericht.be/Filiep Jongbloet)

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Ungewohnte Aufregung machte sich am Montagnachmittag am Strand von La Panne, jenem Badeort an der belgischen Küste, der auch bei Luxemburgern sehr beliebt ist, breit. Beunruhigte Badegäste meldeten bei Rettungsschwimmer Filiep Jongbloet, dass sich ein riesiger Hai in unmittelbarer Nähe des Strands aufhalte, wie die Webseite Natuurbericht.be meldete.

Jongbloet beschloss, nach dem Rechten zu sehen und ließ unverzüglich sein Motorboot zu Wasser. Er traf tatsächlich auf einen knapp zwei Meter langen Fisch mit der charakteristischen Rückenflosse, der gemächlich zwischen badenden Urlaubern und Surfern seine Runden zog. Dem Rettungsschwimmer gelang es, das Tier sanft in tiefere Gewässer zu drängen, wo es die Badegäste nicht mehr stören konnte.

Cetorhinus maximus, der sanfte Riese

Ein zu Rate gezogener Meersebiologe identifizierten den Hai später als Exemplar der Gattung Cetorhinus maximus, auch bekannt als Riesenhai. Die Tiere sind vollkommen harmlos und ernähren sich ausschließlich von Zooplankton, also kleinen Krebsen, Larven und Schnecken, die im Wasser treiben. Bei dem Exemplar von La Panne muss es sich um ein junges Tier gehandelt haben, denn Riesenhaie werden in der Regel zwischen sechs und neun Meter lang, manchmal sogar zwölf.

Dass das Tier an die belgische Küste gelangte, ist eher ungewöhnlich.
Riesenhaie sind zwar bekannt dafür, dass sie tausende Kilometer weit wandern, doch meist halten sie sich in den kalten bis gemäßigten Gewässern der nördlichen und südlichen Hemisphären auf. In Großbritannien, wo sie im Sommer häufiger anzutreffen sind, tragen sie aufgrund ihrer gemächlichen Schwimmweise auch den Spitznamen «Sonnenbader-Fisch».

(L'essentiel Online/mth)