Rechtsradikale Anhänger

11. Oktober 2021 15:10; Akt: 11.10.2021 15:24 Print

Italiens Justiz ermittelt nach Corona-​​Randalen

Nach den Ausschreitungen bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen in Rom am Wochenende werden Stimmen laut, faschistische und rechtsradikale Parteien zu zerschlagen.

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Bei den Ausschreitungen während eines Protestes gegen die Corona-Maßnahmen sind zahlreiche Personen festgenommen worden; darunter Anführer der rechtsextremen Partei Forza Nuova. (Bild: DPA/Cecilia Fabiano)

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Nach den Ausschreitungen bei Corona-Demonstrationen in Rom am vergangenen Wochenende ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die Justiz habe zwei Verfahren gegen mehrere Personen eröffnet, die unter anderem bei dem Angriff auf den Sitz des Gewerkschaftsbundes CGIL am Samstag dabei gewesen sein sollen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Montag.

Ministerpräsident Mario Draghi besuchte dort am Montagmittag CGIL-Generalsekretär Maurizio Landini. Anhänger der rechtsradikalen und neofaschistischen Partei Forza Nuova (Neue Kraft) hatten den Sitz am Samstag am Rande von Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung angegriffen. Die Stippvisite des Regierungschefs sei eine «wichtige Botschaft» für die Demokratie und gegen «eine Rückkehr in die Vergangenheit, die verhindert werden muss», sagte Landini.

Zerschlagung von faschistischen Parteien

Bei dem etwa dreißigminütigen Treffen hätten die beiden auch über die Forderung nach einer Auflösung von faschistischen Parteien wie der Forza Nuova gesprochen, sagte Landini nach dem Treffen von Journalisten. Ein solcher Schritt wird von Politikern schon seit Samstag diskutiert. Die sozialdemokratische Partei PD brachte am Montag einen Antrag in den Senat ein, der die Regierung auffordert, die Zerschlagung von Forza Nuova und anderer faschistischer Parteien anzugehen. Andere Senatoren brachten ähnliche Vorschläge ein.

Bildstrecke: Proteste und Ausschreitungen gegen Zertifikatspflicht am Arbeitsplatz

Insgesamt wurden bei den Ausschreitungen nach Medienberichten rund 40 Menschen verletzt. Die Randalierer hatten am Samstagabend auch ein Krankenhaus ins Visier genommen. Hintergrund der Demonstrationen ist, dass ab dem 15. Oktober auch in der Arbeitswelt ein Corona-Impfnachweis, ein negativer Test auf das Virus oder die bescheinigte Genesung von der Krankheit Pflicht werden soll. In Italien werden diese Nachweise als «Grüner Pass» bezeichnet.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leider net am 11.10.2021 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    ... am Wochenende werden Stimmen laut, faschistische und rechtsradikale Parteien zu zerschlagen. Sinn dat déi die dee Pass do agefouert hunn well méi radikal wéi dat geet et jo wuel net.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Leider net am 11.10.2021 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    ... am Wochenende werden Stimmen laut, faschistische und rechtsradikale Parteien zu zerschlagen. Sinn dat déi die dee Pass do agefouert hunn well méi radikal wéi dat geet et jo wuel net.