Stahltripartite

28. März 2012 11:13; Akt: 28.03.2012 11:25 Print

Welche Zukunft für den Stahl in Luxemburg?

LUXEMBURG – Bei der Stahltripartite am Mittwoch dürfte die Stimmung angespannt sein. Bald könnten noch mehr ArcelorMittal-Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen sein.

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Die Nachfrage nach Stahlprodukten sinkt weltweit. (Bild: DPA)

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Regierung, Gewerkschaften und die Verantwortlichen von ArcelorMittal kommen am Mittwochnachmittag um 14 Uhr zur Stahltripartite zusammen. Thema wird dabei die Zukunft der Werke in Schifflingen und Rodingen sein. Erst vor einer Woche hatte der Stahlkonzern mitgeteilt, dass der Schifflinger Standort «auf unbestimmte Zeit» still stehen werde. Zudem bleibt die Produktion in Rodingen gedrosselt.

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Damit dürfte sich die Zahl der Mitarbeiter erhöhen, die sich in der so genannten «Cellule de reclassement» - einer internen Wiedereingliederungsstelle – befinden. Die Betroffenen arbeiten in diesen Fällen kurz und können bei Bedarf an anderen ArcelorMittal-Standorten eingesetzt werden. Der Staat unterstützt diese Auffangstruktur finanziell. Derzeit befinden sich 461 Mitarbeiter darin, 282 könnten laut ArcelorMittal hinzukommen. Der Konzern will jedoch bis Jahresende die Zahl auf 300 senken. Wie dies gehen soll, wird vermutlich ebenfalls ein Thema der Stahltripartite sein. Nach Informationen des «Tageblatts» geht die Regierung jedoch davon aus, dass bald bis zu 1 100 Menschen von Kurzarbeit betroffen sein könnten.

Wirtschaftsminister Etienne Schneider hatte bereits im Vorhinein der Gespräche gegenüber «L’essentiel Online» angekündigt, «den Druck zu erhöhen»: «Entweder sie sagen uns für Esch-Belval eine Investitionssumme in Höhe von bis zu 250 Millionen Euro zu oder wir kappen die staatlichen Hilfen für die Sozialpläne in Schifflange und Rodange.» Die staatliche Unterstützung liegt derzeit bei 70 bis 80 Millionen Euro.

(ks/L'essentiel Online)

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