Zugang zur Sport-Datenbank

19. Januar 2012 17:06; Akt: 20.01.2012 08:01 Print

Staat zeigt anonymen Hacker an

LUXEMBURG - Der Hacker, der sich Zugang zu den Datensätzen von 50 000 Hobby-Sportlern verschafft hat, wird angezeigt. Das Passwort hatte offen herumgelegen.

storybild

Der Hacker der Sportdatenbank ist nun angeklagt worden. (Bild: DPA)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Hacker, der die Datenbank des Sportministeriums angegriffen und somit den unerlaubten Zugang zu 50 000 Datensätzen der Luxemburger Sportler verschafft hat, ist nun angezeigt worden. Dies teilte Justizminister François Biltgen während der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag mit. Sportminister Romain Schneider bevollmächtigte Pierre Zimmer, den Direktor des Centre de technologie de l'éducation, zur Anzeige gegen unbekannt.

Bei dem Fall handle es sich nicht um einen Hacker-Angriff, sondern eher um einen menschlichen Fehler, hieß es in der Pressekonferenz. Ein Angestellter des medizinisch-sportlichen Zentrums hat im Büro die Zugangsdaten liegen lassen. Der Täter klaute das Passwort und loggte sich damit von zu Hause aus ein. Die Sportdatenbank Medicosportif benutzt noch keine zusätzlichen Sicherheitszertifikate für den Datenschutz wie etwa Luxtrust.

Mehr Details dazu, warum die streng vertraulichen Zugangsdaten offen herumgelegen haben und wer genau der Hacker ist, hat François Biltgen aufgrund des laufenden gerichtlichen Verfahrens nicht preisgegeben.

Sicherheitsmaßnahmen in Sicht

Der Justizminister forderte am Donnerstagnachmittag, dass die staatlichen Organisationen möglichst bald das System Luxtrust einführen, um sich vor Hackerangriffen zu schützen. Auch die Mitarbeiter der Sportzentren sollen in Zukunft in Kursen auf die Gefahren durch Datendiebstahl aufmerksam gemacht werden.

Derweil ist das Passwort für die Datenbank ausgetauscht worden.

chm/if/L'essentiel online

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.