«Leben und Gesellschaft»

18. Januar 2016 07:23; Akt: 18.01.2016 07:26 Print

Lehrer tun sich schwer mit neuem Werte-​​Unterricht

LUXEMBURG - Religions- und Ethiklehrer sollen Hand in Hand den neuen Werteunterricht führen. Beim Inhalt gibt es allerdings keine Einigkeit. Drohen Konsequenzen?

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Vor allem die Religionslehrer tun sich schwer mit dem neuen Fach. (Bild: DPA)

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Selten war die Gestaltung eines Schulfachs in Luxemburg so kompliziert gewesen. Die Entwicklung des Sekundar-Kurses «Leben und Gesellschaft» für das kommende Schuljahr ist weiterhin in vollem Gange.

Die 30 Lehrer sollen zu gleichen Teilen aus zwei Fächern zusammengesetzt werden: Religion und Ethik. Über den Inhalt des neuen Fachs herrscht allerdings noch immer Uneinigkeit. Besonders der Stellenwert der Religion sei ein Streitpunkt. Es könne sogar sein, dass die Lehrer nicht mehr weitermachen wollen, heißt es aus dem Umfeld.

«Nur die Kinder zählen»

«Ich kann diese Informationen weder dementieren noch bestätigen», erklärt Regierungsberater Alex Folscheid. «Die Lehrer brauchen Zeit, um die Abschaffung ihrer Kurse zu verarbeiten. Das ist nicht einfach. Aber sie sind Bildungsfachleute, und nur die Interessen der Kinder dürfen zählen.»

Trotzdem kommt das Luxemburger Bildungsministerium zu einem beruhigenden Ergebnis: «Wir sind mit den Planungen weit fortgeschritten und liegen im Zeitplan», sagt Folscheid. Der Gesetzesentwurf soll in den kommenden Wochen dem Regierungsrat vorgelegt werden.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Karin am 18.01.2016 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    Es sind Bildungsfachleute und nur die Interessen der kinder dürfen zählen. Aber ist es nicht auch ihre Aufgabe als Bildungsfachleute auf mängel im Unterrichtsstoff hinzuweisen und sich sogar zu weigern diesen zu Lehren wenn er "Schädlich" für die Kinder sein könnte. Ich habe hier eher das Gefühl dass nur die Interessen der Regierung verfolgt werden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Karin am 18.01.2016 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    Es sind Bildungsfachleute und nur die Interessen der kinder dürfen zählen. Aber ist es nicht auch ihre Aufgabe als Bildungsfachleute auf mängel im Unterrichtsstoff hinzuweisen und sich sogar zu weigern diesen zu Lehren wenn er "Schädlich" für die Kinder sein könnte. Ich habe hier eher das Gefühl dass nur die Interessen der Regierung verfolgt werden.

    • Sylvia am 18.01.2016 12:45 Report Diesen Beitrag melden

      Verzicht auf Religionsuntericht ...schädlich ?? bitte nochmal tief durchatmen ...

    • Niemand am 18.01.2016 17:57 Report Diesen Beitrag melden

      Die Kinder brauchen kein Märchen-Religions-Untericht, um an einem unsichtbaren Gott zuglauben . . . Die Kinder sollen eher, an die sichtbare Natur glauben . . .

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