Themen eingesandt

06. Februar 2015 15:25; Akt: 06.02.2015 15:28 Print

Luxemburger Lehrer machen Rückzieher

LUXEMBURG - Die Androhung der Lehrer, keine Examensfragen an das Bildungsministerium zu senden, ist im Sande verlaufen. Die meisten Lehrer haben Prüfungsbögen geschickt.

storybild

Die Lehrer wollten sich weigern, Examensarbeiten vorzubereiten. (Bild: Editpress)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Am Freitag lief die Frist ab - und fast alle Lehrer haben ihre Examensfragen an das Bildungsministerium abgeschickt und ihre Drohung nicht wahrgemacht. So etwa im technischen Gymnasium Mathias Adam (LTMA). So gut wie alle Themen seien eingegangen, mit dem Rest rechnet man im Laufe des Tages, heißt es aus der Schule. Beim Lycée Technique du Centre (LTC) seien bereits alle Bögen vorhanden. Ebenso bei der Fachschule Bonneweg (LTB).

Damit hat die Drohung des Ministerium Wirkung gezeigt. In einem Schreiben wurde den Lehrern klargemacht, dass sie im Falle einer Verweigerung mit ernsten Konsequenzen zu rechnen hätten. «Der Brief war war sehr deutlich. Der Ton hat viele Lehrer verärgert. Es klang wie eine Anklage, obwohl sie nichts getan haben», sagte Jules Barthel, Vizepräsidentin der Lehrergewerkschaft SEW/OGBL.

Drohung zeigt Wirkung

Anscheinend hat die Mail aber ihren Zweck für das Ministerium erfüllt. Diese hatte den Lehrer der Sekundarstufe II und der Lehrer der technischen Schulen mit deutlichen Worten nahegelegt, die Bögen einzusenden. «Danach war klar, dass 99 Prozent der Lehrer der Aufforderung nachkommen würden», sagt Barthel.

Trotzdem war es den Paukern ernst mit ihrer Drohung. «Wir wollten es nicht soweit kommen lassen. Aber die Lehrer waren in einer komplizierten Situation. Diese Initiative war an der Grenze der Legalität», sagt Daniel Reding, Präsident der privaten Lehrergewerkschaft Apess, welche die Lehrer ebenfalls unterstützt hatte.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.