Kaputte Spermien

23. Februar 2016 19:36; Akt: 23.02.2016 19:54 Print

Männer, nehmt das Handy aus der Hosentasche!

Was lange schon gemunkelt wurde, haben israelische Forscher nun nachgewiesen: Die Strahlung von Handys reduziert die Fruchtbarkeit.

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Dieser Strahlenbelastung wird man täglich ausgesetzt, gar nicht einmal durch das eigene Gerät. (Bild: 20 Minuten)

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Schlechte Nachrichten für männliche Smartphone-Junkies: Ihre Fruchtbarkeit ist in Gefahr. Dies, weil die elektromagnetische Strahlung der Mobiltelefone die Spermienproduktion verringert, wie Forscher der Universität Haifa im Fachjournal Reproductive BioMedicine Online schreiben.

Konkret konnte das Team um Ariel Zilberlicht drei Nutzungsarten ausmachen, die zu einem deutlichen Rückgang der Spermien führten: das Nutzen und Laden des Telefons nahe am Körper sowie seine Aufbewahrung in der Nähe der Hoden.

Ergebnisse sprechen deutliche Sprache

Insgesamt hatte das Team 106 Männer während eines Jahres zu ihrer Handynutzung befragt und parallel dazu ihre Spermienzahl und -qualität untersucht.

Ergebnis: Bei über 60 Prozent der Männer, die länger als eine Stunde am Tag telefonierten, war die Konzentration der Spermien ungewöhnlich niedrig. Bei Männern, die ihr Telefon in der Hosentasche trugen, verringerte sich die Zahl der Spermien sogar um fast 50 Prozent. Besonders niedrig war die Konzentration bei jenen Männern, die telefonierten, während das Handy am Ladegerät hing.

Handy weg vom Schritt

Die Forscher vermuten, dass die Wärme des Handys und die Strahlung die Spermien erhitzen und so schädigen. In anderen Worten: Das Sperma wird kaputtgekocht. Zilberlicht und seine Kollegen empfehlen Männern daher, sich künftig beim Telefonieren kürzer zu fassen, das Smartphone nicht mehr in der Nähe des Schritts zu tragen und es nicht während des Ladens zu nutzen. Außerdem sollten sie davon absehen, das Gerät mit ins Bett zu nehmen.

Dem widerspricht auch Fiona Mathews von der University of Exeter nicht, aber in der Times äußerte sie sich beruhigend: «Ich denke nicht, dass es für den Durchschnittsmann Grund zur Panik gibt.» Die Biologin war an der aktuellen Studie nicht beteiligt, allerdings hat sie 2014 mehrere Studien zu dem Thema begutachtet, die allesamt darauf hindeuteten, dass es einen Zusammenhang zwischen der erhöhten Mortalität von Spermien und der Nutzung von Handys gibt.

(L'essentiel/fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franco am 24.02.2016 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    "Ce qui ne fut longtemps qu'une rumeur..." drôle de formule pour un fait établi depuis 15 à 20 ans.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Franco am 24.02.2016 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    "Ce qui ne fut longtemps qu'une rumeur..." drôle de formule pour un fait établi depuis 15 à 20 ans.

    • Nuno am 24.02.2016 16:00 Report Diesen Beitrag melden

      E, H, H+, 4G, 4G+, 3G quelle reseau est le plus dangereux? N'est-ce pas le reseau edge? Les smartphones normalement sont toujours en train de changer de type de reseau. Ce qui m'interesse c'est de savoir quel type de reseau est le plus dangereux, mais malheureusement on manque d'information. Il y a 15-20 ans comme le dit Franco il n'existait que le reseau E ou GPRS. Je trouve que l'etude manque d'information essentiels.

    • RamBo am 24.02.2016 17:22 Report Diesen Beitrag melden

      Mais nous ne sommes nullement prêts à renoncer à notre petit ami, le "Phone" ! L'homme est une drôle d'espèce, connaissant les dangers (plus grave que les spermat. sont les cancers, les mauvais développements des cervaux de jeunes utilisant trop le "Phone", les problèmes psychologiques etc), il continue quand-même. Les animaux ne sont pas si débiles !

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