EU-Initiative

26. Juni 2014 13:10; Akt: 26.06.2014 20:31 Print

Neue Chancen für arbeitslose Jugendliche

LUXEMBURG – Für Arbeitslose im Alter von 16 bis 24 gibt es künftig neue Chancen, einen Job zu finden. Das Programm hat am Donnerstag offiziell begonnen.

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Jugendminister Claude Meisch (DP) und Arbeitsminister Nicolas Schmitt (LSAP) gaben am Donnerstag den Startschuss zu einer neuen Initiative gegen Jugendarbeitslosigkeit. (Bild: Editpress)

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Jungen Arbeitslosen eine konkrete Lösung anbieten – das sieht der neue europäische Aktionsplan der EU vor, der ab sofort im Großherzogtum umgesetzt wird. Arbeitsminister Nicolas Schmit (LSAP) und Jugendminister Claude Meisch (DP) gaben am Donnerstag den Startschuss. Konkret sieht das Programm vor, dass Menschen im Alter von 16 bis 24, die beim Arbeitsamt (Adem) gemeldet sind, innerhalb von vier Monaten eine auf ihre Situation zugeschnittene Lösung angeboten bekommen. Diese kann ein Stellenangebot durch die Adem, eine Ausbildungsstelle - koordiniert werden die durch die ALJ (Actions locales des jeunes) und die SFP (service de formation professionnelle)-, oder ein «Aktivierungsprojekt» der SFP umfassen.

«Diese Jugendgarantie ist keine Garantie für einen Job«, stellt Claude Meisch klar. «Aber sie nimmt die Politik in die Verantwortung, sich um die Jugendarbeitslosigkeit zu kümmern und die jungen Arbeitslosen, sich um eine Stelle zu kümmern.» Obwohl die EU sechs Milliarden Euro für das Programm freigestellt hat, erhält Luxemburg keine Förderung. Der Grund: Nur Staaten, in denen die Jugendarbeitslosigkeit über 25 Prozent liegt, profitieren aus dem Topf. Laut den aktuellsten Statec-Zahlen lag sie in Luxemburg im vergangenen Mai bei 11,3 Prozent.

Bisherige Projekte laufen nur mäßig

Nicolas Schmit zeigte sich irritiert, dass die EU «sich nur dafür entscheiden konnte, das Programm mit sechs Milliarden Euro auszustatten, während man den Banken mit 160 Milliarden Euro hilft». Viel mehr sei für den Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit notwendig, diese koste die EU-Staaten nämlich jährlich 150 Milliarden Euro.

In kleineren Pilotprojekten versucht sich das Großherzogtum schon seit März dieses Jahres. 756 Verträge wurden seither abgeschlossen, 108 der ehemals Arbeitslosen kamen in Ausbildungsstellen unter. Was mit den 648 anderen ist, blieb allerdings offen.

(L'essentiel)

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