Öffentliche Toiletten

22. Dezember 2016 12:19; Akt: 22.12.2016 12:19 Print

North Carolina hält an Transgender-​​Gesetz fest

Die Debatte darüber, welche Klos Transgender benutzen sollen, kommt in den USA nicht zur Ruhe. Ein umstrittenes Gesetz in North Carolina bleibt entgegen den Erwartungen bestehen.

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Kampf gegen Diskriminierung: Gegner der Transgender-Regelung in Raleigh. (21. Dezember 2016) (Bild: Ben McKeown/AP)

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Doch keine Kehrtwende: Ein kontrovers diskutiertes Transgender-Gesetz im US-Staat North Carolina wird nicht wie geplant gekippt. Im Kongress des Staates konnten sich Demokraten und Republikaner nicht auf eine entsprechende Abmachung einigen, berichtete die Nachrichtenagentur AP am Mittwochabend. Das Scheitern des groß angekündigten erneuten Wandels dürfte für einen Aufschrei sorgen.

Das vor neun Monaten verabschiedete Gesetz sieht vor, dass Transgender lediglich jene öffentlichen Toiletten benutzen dürfen, die ihrem Geburtsgeschlecht entsprechen. Dies hatte damals eine Empörung in den gesamten Vereinigten Staaten verursacht, die bis heute anhält. Aus Protest sagten Künstler und Musiker Veranstaltungen ab. Unternehmen reagierten mit Sanktionen gegen North Carolina.

Dass das Gesetz nun bestehen bleibt, dürfte die öffentliche Wahrnehmung North Carolinas zumindest in liberalen Kreisen nicht unbedingt verbessern.

Demokraten und Republikaner waren am Mittwoch vergeblich zu einer Sondersitzung zusammengekommen, um das Gesetz auszuhebeln. Grund dafür war die Stadt Charlotte, die ihre entsprechende Transgender-Verfügung spontan zurückgezogen hatte. Dabei hatte diese noch im März ursprünglich dafür gesorgt, dass das Gesetz überhaupt auf eine staatliche Ebene gehoben und schließlich gebilligt wurde. Ein Demokrat aus Charlotte, Senator Jeff Jackson, zeigte sich am Mittwoch enttäuscht. Dies sei nicht der Deal gewesen.

Einige Republikaner hatten das auch als «House Bill 2» (HB2) geführte Gesetz trotz aller Kritik verteidigt. Sie argumentierten, mit der Vorkehrung blieben öffentliche Frauentoiletten privat und sicher, weil Männer dort verboten seien.

(L'essentiel/chi/sda)

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