Katholische Kirche

11. November 2011 15:52; Akt: 11.11.2011 16:17 Print

Opfer von Missbrauch zum Teil entschädigt

LUXEMBURG - Die katholische Kirche arbeitet an einem Papier, in dem geregelt wird, wie bei Missbrauch durch Geistliche vorgegangen wird. Auch um Entschädigungen an Opfer wird es gehen.

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39 Fälle von sexuellem Missbrauch durch katholische Geistliche sind dem Erzbistum derzeit bekannt. (Bild: DPA)

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«Das Erzbistum arbeitet derzeit an einem Text, der die Entschädigungen für die Opfer regeln wird», erklärte Théo Péporté, Sprecher der katholischen Kirche in Luxemburg, am Freitag auf Anfrage von «L’essentiel Online». «Dem Beispiel von Deutschland und den Niederlanden folgend wollen wir regeln, wie wir mit den 39 uns bekannten Fällen weiter umgehen.»

Einige oder gar alle diese Fälle könnten bereits verjährt sein. Bisher seien bereits verschiedene Entschädigungszahlungen auf Anfrage der Opfer und auf Anweisung des früheren Erzbischofs geflossen, sagte Péporté. Für die Entschädigungen solle ein eigener Fonds eingerichtet werden. Die Höhe des Budgets sei allerdings noch nicht festgelegt worden.

Gericht liegen 35 Fälle vor

Die luxemburgische Justiz bearbeitet derzeit 35 Fälle. Unklar sei, ob diese ein juristisches Nachspiel haben werden, hieß es auf Anfrage bei Gericht. Zwischen April 2010 und Januar 2011 haben 138 Betroffene die Missbrauchs-Hotline der Kirche kontaktiert. Darunter befanden sich 30 Personen, die zwischen 1960 und 1975 von Geistlichen sexuell missbraucht worden waren.

Jmh/L'essentiel Online

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