Fall Tanja Gräff

12. Mai 2015 11:04; Akt: 13.05.2015 18:55 Print

Polizei schließt weder Mord noch Unfall aus

TRIER - Die Trierer Staatsanwaltschaft hat die gefundenen Knochen als Überreste der Studentin Tanja Gräff bestätigt. Die Todesursache ist aber weiter unklar.

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Die Trierer Polizei hat die Öffentlichkeit über die neuesten Ermittlungsergebnisse im Fall Tanja Gräff informiert. L'essentiel-Redakteur Tobias Senzig war für Sie live bei der Pressekonferenz dabei.

Vorgeschichte

  • Am 7. Juni 2007 verschwand die 21-jährige Trierer Studentin Tanja Gräff spurlos von einem Sommerfest der Hochschule.

  • Am gestrigen Montag sind Arbeiter bei Rodungsarbeiten in der Nähe der Hochschule auf Knochen und Kleider gestoßen.

  • Aller Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um die Überreste von Tanja Gräff.

    Liveticker

    13.15

    Polizeisprecher Karl-Peter Jochem erklärt die Pressekonferenz für beendet. Ein ausführlicher Bericht auf L'essentiel folgt.

    13.13

    «Wir haben die roten Felsen von Anfang an als Risikogebiet betrachtet», sagt Christian Soulier von der Polizei. 2011 wurde noch einmal gezielt geschaut, nach Rodungsarbeiten.

    13.11

    Die Bewohner des nahen Appartementhauses - und die ehemaligen Bewohner - sollen alle noch einmal befragt werden.

    13.08

    Zu den Vorwürfen gegen die Polizei in den vergangenen Monaten erklärt der Staatsanwalt: «Dazu wurde bereits alles gesagt, auch in der Presse.» Es seien 250 Personen vernommen, 1000 Spuren nachgegangen worden.

    13.03

    Es waren insgesamt drei Arbeiter vor Ort. Sie rodeten das Gebiet im Auftrag des Eigentümer des nahen Appartementgebäudes.

    13.01

    «Alle Spuren wurden seinerzeit überprüft», sagt der Staatsanwalt - mit einem personellen und logistischen Aufwand, der seinesgleichen sucht. Die Spuren müssten jetzt wieder neu bewertet werden.

    12.58

    Die Überreste waren nur auf einem Bereich von zwei mal drei Metern verteilt.

    12.56

    Es gab eine Spur, die nach Luxemburg führte. Die Polizei suchte nach einem blauen Peugeot. Ob es verwertbares DNA-Material gibt, wissen die Polizisten noch nicht.

    12.55

    Es gab einen Zeugen, der einen Schrei einer Frau gehört haben will - um 4.30 Uhr in der fraglichen Nacht, von der anderen Moselseite aus.

    12.50

    Seit wann die Leiche dort liegt, kann die Polizei nicht sagen. Es sei auch zu früh, um festzustellen, ob ein Gewaltverbrechen passiert ist.

    12.48

    Die Polizei zeigt eine Filmaufnahme, die die Stelle zeigt, an der Tanjas Körper lag. Der Film ist mehrere Jahre alt. Damals fanden die Beamte nichts.

    12.47

    «Der Bereich war von außen nicht begehbar.»

    12.46

    «Wir wussten, dass es schwierig ist, die roten Felsen abzusuchen. Als wir mit einem Hubschrauber und einer Wärmebildkamera darüber flogen, war wegen der Hitze der Felsen nichts zu erkennen.»

    12.44

    «Es wurde in diesem Bereich gesucht, allerdings nur von oben. Mehr war an dieser Stelle nicht möglich», sagt Anker.

    12.43

    Bereits 2011 gab es Rodungsarbeiten in der Nähe des Fundorte. Damals wurde nichts gefunden.

    12.41

    «Wir sind bis nach Luxemburg und haben dort in Baggersee und Gewässern gesucht», berichtet Franz-Dieter Anker von der Polizei. Auch der Bereich, in dem die Leiche jetzt gefunden wurde, wurde vorher durchsucht.

    12.39

    Die Polizei will wieder eine Sonderkommission einrichten. 20 Mann sollen unzählige Spuren erneut sichten.

    12.37

    Die sichergestellten Körperteile sind in die Rechtsmedizin gesendet worden. Auch die Kleidung soll überprüft werden.

    12.35

    Die Polizei geht davon aus, dass der Körper von oben auf die fragliche Stelle gestürzt ist. Wie es dazu kam - dazu können die Ermittler noch nichts sagen.

    12.33

    Die Polizei hat mittlerweile das komplette Skelett sichergestellt. Auch ein Handy wurde gefunden. Und der Studierendenausweis von Tanja Gräff.

    12.32

    Ein Zahngutachten hat ergeben: Bei dem Schädel handelt es sich um Tanja Gräff.

    12.30

    Der leitende Trierer Staatsanwalt Fritzen berichtet: Gestern haben Arbeiter einen Schädelknochen und weiße Turnschuhe gefunden.

    Es wurde seit Januar auf dem Grundstück gearbeitet. Ein Arbeiter stießt auf den Knochen, als er ein Seil an einem Baum befestigen wollte.

    (Tobias Senzig/L'essentiel)

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