Gegen neue Stipendien

14. April 2014 09:53; Akt: 14.04.2014 10:02 Print

Schüler und Studenten streiken am 25. April

LUXEMBURG – Die Studierendenvereinigung UNEL ruft Schüler und Studenten für den 25. April zum Streik gegen die Reform über die Studienbeihilfen auf.

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Eine Streik-Internetseite wurde bereits lanciert. (Bild: Screenshot streik.lu)

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Die «Union des Etudiant-e-s du Luxembourg» (UNEL) organisiert am Freitag, 25. April ab 10 Uhr eine Protestveranstaltung gegen das Gesetzesvorhaben zu den Studienbeihilfen. Gestreikt wird an drei Standorten in der Hauptstadt: auf dem Parkplatz des Glacis, am Bahnhof und auf dem Campus Geesseknäppchen. Von dort setzen sich drei Demonstrationszüge in Bewegung.

Die Initiative hat bereits im Netz begonnen, eine eigene Streik-Internetseite wurde eingerichtet. Auch eine Online-Petition beschäftigt sich mit dem Thema. «90% der Student*innen sind von den Kürzungen betroffen. Familien, besonders jene mit vielen Kindern, trifft es besonders hart», heißt es in einer Pressemitteilung der UNEL. Gerade bei der Bildung dürfe nicht gespart werden.

Die Protestaktion wird unterstützt von den Gewerkschaften, Jugendorganisationen verschiedener Parteien (JSL, déi Jong Lénk, JCL, Jonk Piraten, etc.) sowie mehreren Schülerkomitees und dem Künstlerkollektiv Richtung22.

So will die Regierung sparen

Im aktuellen System der Studienbeihilfen, das 2010 vom damaligen Hochschulminister François Biltgen eingeführt wurde, bekommt jeder Studierende eine Studienbeihilfe von 6500 Euro, die er nicht zurückzahlen muss. Jeder hat zudem Anrecht auf ein zinsvergünstigtes Darlehen von 6500 Euro sowie auf die Rückerstattung der Einschreibegebühren bis zu einem Maximalbetrag von 3700 Euro, wovon die Hälfte als Darlehen gilt.

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes im vergangenen Jahr hatte klargestellt, dass nicht nur Kinder von Einwohnern, sondern auch Studierende, deren Eltern als Grenzgänger in Luxemburg arbeiten, ein Recht auf finanzielle Unterstützung haben. Aus Angst vor einem erheblichen Kostenanstieg bei den Studienbeihilfen will die Regierung jetzt ein dreigliedriges System mit einem Basisteil, einem Mobilitätsteil und einem sozialen Teil einführen.

Kritisiert wird unter anderem, dass dadurch das Prinzip der Autonomie der Studenten nicht mehr gewährleistet wird und dass eine Reihe Studenten sogar weniger Geld erhalten werden als vor der Reform von 2010, da damals noch Kindergeld an Eltern mit studierenden Kindern ausgezahlt wurde.

(L'essentiel/tageblatt.lu)

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