Chaos Computer Club

29. Oktober 2012 10:51; Akt: 29.10.2012 17:46 Print

Überwachungs-​​Kameras werden überwacht

LUXEMBURG – Der C3L hat am Montag eine Web-Plattform vorgestellt, die die Standorte sämtlicher Überwachungskameras anzeigt.

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Die Webseite bigbrother.lu zeigt die Positionen, den Blickwinkel und weitere Meta-Daten von Überwachungskameras in Luxemburg an. (Bild: L'essentiel/Screenshot bigbrother.lu)

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Unter bigbrother.lu werden sämtliche bisher erfasste Überwachungskameras auf einer Karte angezeigt. Die Datenbank funktioniert nach dem Crowdsourcing-Prinzip, also etwa wie Wikipedia oder Openstreetmaps.lu. Das bedeutet, dass die Benutzer selbst neue Kameras in die Datenbank einfügen können.

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Die Plattform basiert auf dem freien Content-Management-System SPIP und nutzt Open-Source Kartenmaterial. Um eine neue Überwachungskamera einzutragen, muss man ein Benutzerkonto anlegen. Anschließend gibt man die Position der Kamera an, indem man sie entweder auf einer Karte positioniert oder Länge und Breite angibt. Zudem lassen sich zusätzliche Informationen Angeben, etwa den Betreiber der Kamera, der Blickwinkel, sowie das Aussehen der Kamerainstallation.

«Privatssphäre der Bürger stärken»

Der Chaos Computer Club Luxemburg (C3L) will mit dem Projekt das Recht auf Privatsphäre schützen, die Öffentlichkeit über das Problem der Kameraüberwachung im Allgemeinen. «Technologie kann für gute oder schlechte Zwecke eingesetzt werden, wir benutzen sie um die Privatsphäre der Bürger zu stärken und nicht einzuschränken,» erklärt Jan Guth vom C3L.

Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, den Bürger über falsch orientierte oder illegal aufgestellte Kameras zu informieren. Es gebe zudem zu viele ungesicherte IP-Kamerasysteme, die ohne die nötigen Sicherheitsvorkehrungen via Internet zugänglich seien, kritisiert Guth.

(L'essentiel Online/Michel Thiel)

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