Gefeierte Lyrikerin

21. Januar 2021 10:26; Akt: 21.01.2021 11:05 Print

Amanda Gorman begeisterte alle bei Inaugurationsfeier

Mit ihrem Gedicht bei der Vereidigung von Joe Biden stellte Amanda Gorman alle in den Schatten. Die junge Lyrikerin über ihre Hauptbotschaft und über ihren früheren Sprachfehler.

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«Wir werden diese verwundete Welt zu einer besseren machen», denn «es gibt immer Licht, wenn wir nur mutig genug sind, es zu sehen und zu sein.» So endet das Gedicht anlässlich der Vereidigung von US-Präsident Joe Biden. Es stammt von der erst 22-jährigen Lyrikerin Amanda Gorman, die ihr Gedicht auch gleich selbst vortrug.

Die junge Afroamerikanerin erstaunte mit ihrem Gedicht die ganze Welt. So etwa auch die US-amerikanische TV-Entertainerin Oprah Winfrey. Sie sei stolz auf Amanda Gorman, schrieb Winfrey auf Twitter:

Auf Social Media war man sich einig: Amanda Gorman stellte mit ihrem Gedicht selbst Show-Business-Größen wie Lady Gaga, die die US-Hymne rezitierte, in den Schatten. Im Interview mit CNN äußert sich Amanda Gorman über…

...die Reaktionen auf ihr Gedicht: «Ich bin so glücklich, dankbar und geehrt. Ich kam nach Washington, um mit meinem Gedicht das Beste zu geben. Ich kann die Unterstützung, die ich erhalte, gar nicht aufnehmen im Moment. Ich muss es sicher noch etwas verarbeiten.

...eine ihrer Kernbotschaften im Gedicht: «Hoffnung ist nicht etwas, das wir von anderen fordern können. Wir müssen sie uns selbst geben.»

...wie sie ihren Sprachfehler besiegte: «Bis vor einigen Jahren hatte ich große Mühe, den Buchstaben «R» auszusprechen. Manchmal verschluckte ich auch ganze Satzteile. Für mich war Schreiben deshalb ein Weg, meiner Stimme Ausdruck zu verleihen.»

...wie Schreiben ihr persönlich half: «Je mehr ich mich im gesprochenen Wort und im Rezitieren von Gedichten übte, desto mehr gelang es mir, die Buchstaben richtig auszusprechen, die mich so lange gequält hatten.»

...ihr Mantra, das sie vor jedem Auftritt wiederholt: «Ich bin die Tochter schwarzer Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die von Freiheitskämpfern abstammen, die ihre Ketten sprengten, um die Welt zu verändern. Sie rufen mich.»

Auch die ehemalige Außenministerin und Präsidentschaftskandidatin der USA, Hillary Clinton, war hin und weg vom Auftritt von Amanda Gorman. Sie twitterte, dass Gorman bereits angekündigt habe, für die Präsidentschaft 2036 zu kandidieren:

Im Interview mit CNN wurde Gorman darauf angesprochen. Ob sie wirklich Präsidentin werden will? Gorman lachte und sagte: «Frau Präsidentin Gorman. Ich mag, wie das klingt.»

(L'essentiel/Reto Heimann)

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