Befreiungsschlag

03. Dezember 2012 13:36; Akt: 03.12.2012 13:42 Print

Athen beginnt mit Schulden-​​Rückkauf

Griechische Staatspapiere haben wegen der Schuldenkrise stark an Wert verloren. Jetzt beginnt Athen diese Papiere zurückzukaufen – und könnte damit 30 Mrd. Euro Schulden loswerden.

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Griechenland hat am Montag die Bedingungen für seinen geplanten Schuldenrückkauf veröffentlicht. Den Haltern verschiedener Staatspapiere mit langen Laufzeiten werden Angebote von 30,2 bis 40,1 Prozent des ursprünglichen Wertes gemacht.

Die Offerte endet am Freitagnachmittag, wie die zuständige staatliche Behörde PDMA mitteilte. Die Aktion ist wichtiger Bestandteil eines Milliarden-Pakets an Maßnahmen, um Griechenland in den kommenden Jahren zusätzlich finanziell zu unterstützen. Ihr Erfolg ist entscheidend dafür, dass dieses Hilfspaket der internationalen Geldgeber auch umgesetzt werden kann.

Es herrscht Spannung

Am späten Montagnachmittag will der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras seine Amtskollegen der Eurogruppe in Brüssel über die Details informieren. «Wir werden am Freitag wissen, wie das Ganze gelaufen ist. Hier herrscht Spannung», sagte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur DPA nach der Veröffentlichung des Athener Angebots.

Für den Schuldenrückkauf wird eine Summe von bis zu zehn Mrd. Euro angepeilt. Damit würde Griechenland nach Schätzungen von Experten eine Schuldenlast von bis zu 30 Mrd. Euro loswerden. Zuletzt hielten Privatanleger griechische Staatsanleihen im Volumen von etwa 62 Mrd. Euro. Etwas mehr als die Hälfte davon befindet sich in den Händen von Banken und Anlegern in Ausland. Es gilt als sicher, dass die griechischen Finanzinstitute, die rund 15 Mrd. Euro halten, an dem Rückkaufprogramm teilnehmen werden.

Hedge-Fonds könnten sich querstellen

In Athen wird jedoch befürchtet, dass ausländische Privatanleger wie Hedge-Fonds in Erwartung höherer Gewinne das Angebot nicht annehmen werden. Finanzminister Stournaras hatte für diesen Fall in der vergangenen Woche über einen «Plan B» gesprochen, dessen Details er aber nicht bekanntgab.

(L'essentiel Online/sda)

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