Grossbaustelle

26. Juni 2014 15:01; Akt: 26.06.2014 16:07 Print

Auf den Kirchberg sollen kleine Geschäfte kommen

LUXEMBURG – Der Bau der neuen Straßenbahn eröffnet nicht nur den Pendlern neue Möglichkeiten auf dem Kirchberg. Auch kleine Geschäfte sollen sich ansiedeln.

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Luxemburgs Geschäftsviertel Nummer eins, der Kirchberg im Nordosten der Hauptstadt, bleibt auch in den nächsten Jahren eine Baustelle. Neben dem Bau des ersten Abschnitts der Straßenbahn zwischen Großherzogin-Charlotte-Brücke («Pont Rouge») und Luxexpo, könnte dort auch eine Seilbahn errichtet werden. Die könnte es Kirchberg-Besuchern ermöglichen, von der Bahnstation Pfaffenthal direkt in das Geschäftsviertel zu schweben. In der Nähe der «Bergstation» der neuen Seilbahn sollen neue Geschäfte und Wohnhäuser entstehen.

Das kündigte Infrastrukturminister François Bausch (Déi Gréng) während der offiziellen Präsentation des Vorhabens an der Kreuzung vor der Porte de l'Europe an. Fünf Jahre lang soll am Kirchberg laut Minister noch gewerkelt werden. Dabei soll auch der Boulevard Kennedy erweitert werden, um einen schnelleren Zugang zur Autobahn A 1 zu schaffen. Diese Arbeiten seien notwendig - sowohl im Zusammenhang mit dem Bau der Straßenbahn als auch mit der Neuentwicklung des Kirchberg-Verkehrskonzeptes, sagte der Minister. Letzteres stelle sicher, dass die öffentliche Verkehrsmittel in Zukunft im Fokus lägen - Und nicht das Auto, wie vor 40 Jahren, als das Viertel gebaut wurde.

Erste Ausschreibungen gestartet

Unter den neuen Projekten stehen schon einige in den Startlöchern: Zum Beispiel die «Bastion», ein Gebäude-Ensemble, das aus einem Kraftwerk und einem Wasserrückhaltebecken besteht. 7,5 Millionen Euro fließen zudem in den Bau von Häusern neben dem B-Gebäude des EU-Parlaments. Dort sollen später Geschäfte und Wohnungen untergebracht werden. Die Fläche für die Geschäfte soll zwischen 3500 und 6500 m² groß sein - die für die Wohnungen mehr als 20'000 m².

«Eine Ausschreibung für diese Projekte wurde bereits gestartet», erklärte Patrick Gillen, Präsident des Kirchberg-Fonds. Die Idee sei es, den Menschen auf dem Kirchberg zu ermöglichen, eine Wäscherei aufzusuchen oder Lebensmittel einzukaufen.

Über einen definitiven Termin wurden noch keine Aussagen gemacht - obwohl das Projekt bereits im Juli 2013 erstmals angekündigt wurde. Damals hieß es jedoch, dass ein großes Einkaufszentrum mit 5000 m² Fläche entstehen soll - und keine kleinen Geschäfte.

Der Kirchberg soll im Jahr 2020 44'000 Menschen beherbergen. Derzeit sind es 33'000.

(Jmh/sen/L'essentiel Online mit JW)

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