EU-Studie

06. August 2015 16:41; Akt: 06.08.2015 16:47 Print

Banken machen in Luxemburg zu viel Gewinn

LUXEMBURG - Laut einer Studie der Grünen im EU-Parlament machen europäische Banken vor allem in Steueroasen wie Luxemburg ungewöhnlich hohe Gewinne.

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Gewinne von großen Unternehmen werden spätestens seit LuxLeaks genauestens unter die Lupe genommen. Die Grünen im Europaparlament haben nun eine Studie veröffentlicht, die die Versteuerungspraktiken der großen europäischen Banken offen legt. Das Fazit: Die Branchengrößen scheinen den Großteil ihrer Gewinne weiterhin in sogenannten Steueroasen zu deklarieren.

Vor allem in Belgien, Luxemburg, Irland oder Singapur fallen demnach auffällig hohe Gewinne an. Im Großherzogtum hätten die Gewinne der 26 untersuchten Banken nach dem Maßstab der Studie eigentlich nur 485 Millionen Euro betragen dürfen. Am Ende waren es 2,7 Milliarden Euro. In Deutschland lag der reelle Wert bei 1,1 Milliarden Euro übrigens unter dem errechneten Gewinn. Die Ergebnisse liefern den Anschein, dass «Gewinne in Ländern mit niedriger Steuerlast nach oben gerechnet würden», heißt es laut handelsblatt.com in der Studie.

Die Studie von Tax Research UK hatte untersucht, wie hoch die Gewinne von Banken der Europäischen Union in den einzelnen Ländern ausfallen müssten, wenn man sie nach realen Aktivitäten verteilen würden. Eine Zahl, die aus der Mitarbeiterzahl oder den Vermögenswerten der Firmen errechnet wird. Beweisen kann die Studie Gewinnverschiebungen allerdings nicht.

(jm/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Christian am 07.08.2015 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    Bei Studien kennt emmer daat eraus waat een freet!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Christian am 07.08.2015 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    Bei Studien kennt emmer daat eraus waat een freet!