Stadtentwicklungsgebiet

24. Juni 2015 11:26; Akt: 24.06.2015 12:54 Print

Belval zieht bald jeden Tag 9000 Personen an

ESCH-BELVAL - Seit 15 Jahren haucht die Agora den Industrieruinen von Belval neues Leben ein. Nach dem Einzug der Uni nutzen bereits 9000 Personen täglich das Gelände.

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Langfristig sollen 25.000 Beschäftigte in Belval zur Arbeit gehen. (Bild: Editpress)

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Vor 15 Jahren wurde der Strukturwandel in den Industriebrachen von Esch-Belval eingeläutet. Einfach war der Prozess nicht, wie Etienne Reuter, Präsident der Standort-Entwicklungsgesellschaft Agora, heute zugibt. «Doch mittlerweile ist aus einem Konzept die Realität geworden», ergänzt Vincent Delwische, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.

Das nächste große Datum auf der früheren Stahlproduktionsstätte ist die akademische «Rentrée» im September. Schon seit April geht der Umzug von der Uni Luxemburg in den Süden vonstatten. Ab dem Herbst werden dann 2100 Studenten und 1000 Universitätsmitarbeiter sich in Belval der Forschung widmen. Insgesamt werden dann 9000 Personen täglich auf dem Gelände – entweder als Bewohner, Studierende oder Arbeitspendler – unterwegs sein. Die Geschäfte in der Shopping Mall hoffen dann auf eine Steigerung ihrer aktuell eher durchschnittlichen Umsätze.

Beschäftigtenzahl schnellt in die Höhe

Mehr als 4000 Personen, darunter 500 Forscher, arbeiten auf dem rund 168 Fußballfelder (oder 120 Hektar) großen Standort. Vierzig Gebäude wurden bereits errichtet oder befinden sich gerade im Bau. Mehr als 2000 Start-up-Firmen und Verwaltungsdienste haben sich in Belval niedergelassen. 163.000 Quadratmeter Büroflächen sind bereits betriebsbereit. Und nur 0,48 Prozent davon stehen leer. 16,5 Prozent der in Luxemburg neu errichteten Büroflächen entstanden seit 2008 in Belval. Früher oder später sollen in Belval zwischen 20.000 und 25.000 Beschäftigte arbeiten.

Auch die Kultur hat hier eine neue Heimat gefunden. Mehr als 10.000 Besucher haben die «Cité de sciences» bereits besucht. In der Rockhal feierten seit 2005 mehr als 1,5 Millionen Besucher bei Konzerten.

Derzeit wohnen in Belval 1400 Menschen in 600 Wohnungen. Jedes Jahr kommen hundert weitere Wohneinheiten hinzu. Die Erreichbarkeit für den Verkehr soll weiter ausgebaut werden. Die Verbindung mit Frankreich über Micheville soll die Hauptverkehrsader von Belval werden und wird seit langem erwartet. Sie beiden Eisenbahnbrücken auf der Route Nationale 31 wurden bereits abgetragen. Bis Mitte 2016 sollen Pendler das Gelände von Frankreich aus über den Kreisel erreichen können. 2019 soll dann die endgültige Brücke von Micheville aus errichtet sein.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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