Dammbruch in Brasilien

10. Juli 2019 09:02; Akt: 10.07.2019 09:13 Print

Bergbaukonzern muss für Katastrophe zahlen

Mindestens 248 Menschen wurden bei einem Dammbruch in Brasilien getötet und die Umwelt wurde massiv zerstört. Dafür muss der Konzern zahlen, entschied jetzt das Gericht.

storybild

Hubschrauber schweben über einer Eisenerzmine, um Tausende von Blütenblättern für die Opfer des Dammbruches abzuwerfen. (Bild: DPA/Andre Penner)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Rund fünfeinhalb Monate nach dem verheerenden Dammbruch an einer Eisenerzmine in Brasilien ist der Bergbaukonzern Vale erstmals zur Wiedergutmachung verurteilt worden. Das Unternehmen müsse alle entstandenen Schäden beheben, ordnete ein Richter in Belo Horizonte am Dienstag an. Eine genaue Summe legte er laut einem Bericht des Nachrichtenportals G1 nicht fest. Er stellte allerdings fest, dass zu den Schäden neben den vielen Todesopfern auch negative Folgen für die Umwelt und lokale Wirtschaft zählten. Für etwaige Schadensersatzzahlungen hat die Justiz bereits Vermögenswerte von Vale in Höhe von elf Milliarden Reais (2,5 Mrd Euro) blockiert.

Der Damm an der Mine Córrego do Feijão war am 25. Januar gebrochen. Eine Schlammlawine rollte über Teile der Anlage und benachbarte Siedlungen nahe der Ortschaft Brumadinho hinweg und begrub Menschen, Häuser und Tiere unter sich. Mindestens 248 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, 22 weitere werden noch immer vermisst. Kurz vor dem Unglück hatten Mitarbeiter der brasilianischen Tochter des TÜV Süd die Rückhaltebecken geprüft und für sicher befunden.

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Julie am 10.07.2019 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Ich lese nur " eine Summe ", wie sieht es aus mit Verhaftungen, wegen Totschlags ?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Julie am 10.07.2019 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Ich lese nur " eine Summe ", wie sieht es aus mit Verhaftungen, wegen Totschlags ?