Regenwald

25. August 2019 18:15; Akt: 25.08.2019 18:32 Print

Brasilien: Soldaten bekämpfen Flammen

Lange hat er gezaudert, jetzt schickt Brasiliens Präsident Bolsonaro die Streitkräfte in das Katastrophengebiet am Amazonas. Die G7 wollen beim Kampf gegen die Flammen helfen.

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Für die Bekämpfung der Waldbrände stellte die brasilianische Regierung zusätzliches Geld zur Verfügung. (Bild: Victor Moriyama)

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Nach der weltweiten Empörung über die verheerenden Brände im brasilianischen Amazonasgebiet greifen nun die Streitkräfte des Landes ein. Am Wochenende starteten in Porto Velho im Bundesstaat Rondônia zwei Löschflugzeuge der Luftwaffe vom Typ Hercules zu ihren Löscheinsätzen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Auf Videos war zu sehen, wie die Piloten über den Waldbrandgebieten Tausende Liter Wasser abwarfen. Darüber hinaus stehen Zehntausende Soldaten zur Unterstützung bereit.

Für die Bekämpfung der Waldbrände stellte die brasilianische Regierung zusätzliches Geld zur Verfügung. Das Wirtschaftsministerium habe mit sofortiger Wirkung 38,5 Millionen Reais (8,3 Millionen Euro) freigegeben, berichtete das Nachrichtenportal G1 in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit). Damit sei einer Anforderung des Verteidigungsministeriums entsprochen worden.

Sechs von den Bränden betroffene Bundesstaaten baten bereits um Unterstützung der Streitkräfte, wie die brasilianische Regierung bekanntgab. Die Soldaten können ab sofort in Rondônia, Roraima, Pará, Tocantins, Acre und Mato Grosso bei den Löscharbeiten und der Verfolgung von Brandstiftern helfen. Insgesamt stünden in der Region mehr als 43.000 Soldaten zur Verfügung, sagte Verteidigungsminister Fernando Azevedo e Silva. Präsident Jair Bolsonaro hatte den Einsatz des Militärs zuvor per Dekret erlaubt.

«Der Einsatz wird vor allem in der Verhütung und Verfolgung von Umweltverbrechen sowie der Unterstützung bei den Löscharbeiten bestehen», sagte Azevedo. Umweltminister Ricardo Salles bat die Bundesstaaten um Hilfe: «Wir wissen, dass viele nur begrenzte Kapazitäten haben, aber wir können diese Aktion ohne die örtliche Unterstützung nicht durchführen.»

In Brasilien wüten derzeit die schwersten Waldbrände seit Jahren. Seit Januar nahm die Zahl der Feuer und Brandrodungen im größten Land Südamerikas im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nach Angaben der brasilianischen Weltraumagentur INPE vom Sonntag um 82 Prozent zu. Insgesamt wurden mehr als 79 000 Brände registriert. Betroffen waren meist Flächen in Privatbesitz, aber auch in Naturschutzgebieten und Ländereien der indigenen Bevölkerung brechen immer wieder Feuer aus.

Auch Papst Franziskus ist besorgt

Umweltschützer werfen dem rechten Präsidenten Bolsonaro vor, ein politisches Klima geschaffen zu haben, in dem sich Bauern zu immer mehr Abholzung und Brandrodung ermutigt sehen. Der Staatschef hat immer wieder klar gemacht, dass er die Amazonasregion vor allem mit ungenutztem wirtschaftlichen Potenzial verbindet.

Die verheerenden Brände bereiten auch Papst Franziskus Sorge. «Beten wir, damit sie mit dem Einsatz aller so schnell wie möglich gebändigt werden», sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Sonntag vor Tausenden Gläubigen nach dem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz. «Diese Lunge aus Wäldern ist lebensnotwendig für unseren Planeten.»

Auch Peru und Bolivien betroffen

Die Brände wurden auch beim Gipfel der großen Industriestaaten (G7) im französischen Biarritz diskutiert. Der Amazonasregenwald kann riesige Mengen CO2 binden und ist deshalb im Kampf gegen den Klimawandel von globaler Bedeutung. Auch in Brasiliens Nachbarländern Peru und Bolivien hatten die Waldbrände zuletzt kräftig zulegt.

Angesichts des Flammeninfernos wollten die G7-Staaten nun rasche Hilfe anbieten. Mit den Ländern der Region in Südamerika werde Kontakt aufgenommen, sagte Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron. Es gehe um «technische und finanzielle Mittel». Zudem solle es auch Unterstützung bei der Aufforstung geben.

(l'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • die Erlösung allen Übels wird kommen am 26.08.2019 09:02 Report Diesen Beitrag melden

    zuerst den ganzen Urwald abbrennen u dann aufforsten mit Gentech u den Steuergelder der schaffenden Idioten???!!! ... der Planet kann ohne Sauerstoff überleben, der Mensch nicht ... u beten hilft auch nicht mehr bei dieser Idiokratie, denn wer wird schon solche Idioten erhören, die dabei sind die ganze Erde, Wasser u Luft unbesorgt zu verseuchen ... um dann zu wimmern u zu weinen ...

  • der Mensch als Selbstauslöscher am 28.08.2019 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    die Lunge aus Wäldern ist NICHT lebensnotwendig für den Planeten, denn der kann sich auch ohne Sauerstoff u ohne Mensch im Weltall um die Sonne drehn ohne unterzugehn, aber für uns Menschen ist der von Grünpflanzen produzierte Sauerstoff lebensnotwendig, die wir dabei sind, mit allen Mitteln zu bekämpfen, zu zerstören u ihre Gene zu manipulieren. Der Mensch bringt Erde, Wasser, Luft, Tieren, Pflanzen u Insekten nur Totenqualen u Schaden u deshalb ist es nicht schade um ihn, wenn er selbstverschuldet diese Erde wieder auf nimmerwiedersehn verlässt, damit die Natur sich von ihm erholen kann!

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  • der Mensch als Selbstauslöscher am 28.08.2019 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    die Lunge aus Wäldern ist NICHT lebensnotwendig für den Planeten, denn der kann sich auch ohne Sauerstoff u ohne Mensch im Weltall um die Sonne drehn ohne unterzugehn, aber für uns Menschen ist der von Grünpflanzen produzierte Sauerstoff lebensnotwendig, die wir dabei sind, mit allen Mitteln zu bekämpfen, zu zerstören u ihre Gene zu manipulieren. Der Mensch bringt Erde, Wasser, Luft, Tieren, Pflanzen u Insekten nur Totenqualen u Schaden u deshalb ist es nicht schade um ihn, wenn er selbstverschuldet diese Erde wieder auf nimmerwiedersehn verlässt, damit die Natur sich von ihm erholen kann!

  • die Erlösung allen Übels wird kommen am 26.08.2019 09:02 Report Diesen Beitrag melden

    zuerst den ganzen Urwald abbrennen u dann aufforsten mit Gentech u den Steuergelder der schaffenden Idioten???!!! ... der Planet kann ohne Sauerstoff überleben, der Mensch nicht ... u beten hilft auch nicht mehr bei dieser Idiokratie, denn wer wird schon solche Idioten erhören, die dabei sind die ganze Erde, Wasser u Luft unbesorgt zu verseuchen ... um dann zu wimmern u zu weinen ...