Demonstration

20. Oktober 2019 18:35; Akt: 20.10.2019 18:58 Print

Brüssel fürchtet Freilassung von Kindermörder

Der Kindermörder Marc Dutroux will vorzeitig aus dem Gefängnis kommen. Dagegen demonstrierten am Sonntag hunderte Menschen in Brüssel.

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400 Personen haben an diesem Sonntag in Brüssel demonstriert, um die lebenslange Inhaftierung von Tätern von Sexualverbrechen an Kindern nach der Wiederaufnahme des Falles Marc Dutroux zu fordern.

«Keine Freiheit für Kinderschänder», konnte man auf Bannern lesen, die während des Protestmarches geschwungen wurden, an dem viele Eltern mit Kindern teilnahmen. Der Aufruf zu diesem «Schwarzen Marsch», der Farbe der Trauer, wurde auf Facebook von einer Gruppe von Bürgern gestartet, die gegen die mögliche Bewährung von Marc Dutroux nach 23 Jahren Gefängnis protestierten.

Der Kindermörder Marc Dutroux will vorzeitig aus dem Gefängnis kommen - deshalb haben seine Anwälte bei einem Brüsseler Gericht ein neues psychologisches Gutachten ihres Mandanten beantragt. Die Richter hörten sich am Donnerstag den Antrag der Anwälte sowie eine Stellungnahme des Gefängnisleiters an, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete.

Komplize von Dutroux ist bereits aus Haft entlassen

Die Dutroux-Anwälte wollen, dass fünf Psychologen den psychischen Zustand ihres Mandanten sowie dessen Rückfallrisiko neu bewerten. Ob das Gutachten des heute 62-Jährigen erstellt werden darf, soll am 28. Oktober entschieden werden. Seine Anwälte streben eine Freilassung 2021 an.

Dutroux hatte in den 90er Jahren sechs Mädchen entführt, gefoltert und vergewaltigt. Vier Opfer hat er getötet. Seit 1996 ist er in Haft, 2004 wurde er zu lebenslang verurteilt. Eine lebenslange Haft beträgt in Belgien in der Regel 30 Jahre. Eine vorzeitige Entlassung ist möglich, wenn Verurteilte mindestens zwei Drittel ihrer Strafe verbüßt haben. Außerdem müssen andere Kriterien erfüllt sein - Betroffene dürfen etwa kein Risiko für die Gesellschaft mehr sein. Erst kürzlich war ein Komplize Dutroux unter Auflagen aus der Haft entlassen worden.

Bereits 2013 hatte die Brüsseler Haftprüfungskammer einen Dutroux-Antrag abgelehnt, seine restliche Strafe mit einer elektronischen Fußfessel im Hausarrest abzusitzen.

(L'essentiel/dpa/mb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patacchi am 24.10.2019 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Der Mann ist für alle eine Gefahr, und diese Gefahr vergeht nicht einfach, auch nicht, wenn das ein Richter jetzt so sagen wird, er hätte ja, juristisch gesehen, seine Strafe gebüßt, aber er hat sich nicht geändert. Er ist ein abscheuliches Subjekt.

  • Red Dwarf am 21.10.2019 06:53 Report Diesen Beitrag melden

    Könnte man nicht für dieses Monster kurzfristig die Todesstrafe wieder einführen?

    einklappen einklappen
  • Kenni77 am 21.10.2019 07:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    net alleng Breissel !

Die neusten Leser-Kommentare

  • Patacchi am 24.10.2019 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Der Mann ist für alle eine Gefahr, und diese Gefahr vergeht nicht einfach, auch nicht, wenn das ein Richter jetzt so sagen wird, er hätte ja, juristisch gesehen, seine Strafe gebüßt, aber er hat sich nicht geändert. Er ist ein abscheuliches Subjekt.

  • Kenni77 am 21.10.2019 07:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    net alleng Breissel !

  • Léon am 21.10.2019 06:54 Report Diesen Beitrag melden

    Dans certains pays il serait déjà plus de ce monde

  • Red Dwarf am 21.10.2019 06:53 Report Diesen Beitrag melden

    Könnte man nicht für dieses Monster kurzfristig die Todesstrafe wieder einführen?

    • Jempy am 21.10.2019 08:49 Report Diesen Beitrag melden

      Todesstrafe.Nicht nur für diesen Monster! Die kosten dem Steuerzahler nur unnötig Geld!

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  • stefan am 20.10.2019 22:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das wäre ein schwerer Fehler ! Dieser Mann darf nicht frei kommen .