Versicherungsbetrug

15. April 2019 17:44; Akt: 15.04.2019 19:08 Print

Brutale Knochenbrecher in Italien

Mit gezielter Verletzung und Verstümmelung bedürftiger Menschen sollen Kriminelle in Italien Versicherungsgelder in Millionenhöhe erschlichen haben.

storybild

Die italienische Polizei ist besonders brutalen Versicherungsbetrügern auf die Schliche gekommen. 42 Personen wurden in Palermo wegen des Vorwurfs festgenommen, Menschen absichtlich Knochenbrüche zugefügt und sie als Opfer von Verkehrsunfällen gemeldet zu haben. (Bild: Andreas Arnold)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Insgesamt wurden 42 Verdächtige festgenommen: Wie Ermittler am Montag im sizilianischen Palermo erklärten, hattes es die Versicherungsbetrüger auf besonders Bedürftige abgesehen, von denen nun viele langfristig beeinträchtigt oder sogar behindert sind. Mit dem Versprechen, anschließend Geld von der Versicherung zu bekommen, sollen die Täter die Menschen davon überzeugt haben, Unfälle vorzutäuschen, wie die Polizei mitteilte. Doch stattdessen seien die Geschädigten nur mit einem «Taschengeld» ausgezahlt worden, während die Kriminellen hohe Summen der Versicherungen kassierten – auch mit der Unterstützung von Ärzten, die falsche Befunde erstellten.

Taschen voller Eisengewichte brechen Knochen durch

Die Finanzpolizei veröffentlichte eine Aufnahme eines Gesprächs zweier Verdächtiger, die über das Geld für eine Verletzung diskutierten: 1000 Euro wurden demnach für Beinverletzungen, 500 Euro für gebrochene Arme gezahlt. Die Ermittler sparten nicht daran, die brutalen Details des Vorgehens offenzulegen: So sollen die Knochen der Menschen teils mit Taschen voller Eisengewichte oder Steinen gebrochen worden sein.

Ein Tunesier starb 2017 an seinen schweren Verletzungen. Ihm sollen vorab mehrere Dosen Crack verabreicht worden sein, damit er sich einer Verletzung nicht entziehe, berichteten die Ermittler. Die Verletzungen sollten besonders schwerwiegend sein, um die maximale Entschädigung zu erhalten.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.