Neue Notkredite

27. November 2012 07:22; Akt: 27.11.2012 08:27 Print

Griechenland kriegt 43,7 Milliarden Euro

Die Euroländer haben sich auf eine Griechenland-Hilfe geeinigt. Zur Einigung gehört die Freigabe von Notkrediten von rund 44 Milliarden Euro.

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Schwer beladen mit Dokumenten kommt Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker zur Mammut-Sitzung über die Rettung Griechenlands. (Bild: AFP/AP)

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Nach der Einigung der internationalen Geldgeber auf einen Plan zum Abbau der griechischen Schulden soll das Krisenland ab Mitte Dezember weitere Kredite erhalten. Die Hilfen in Höhe von fast 44 Milliarden Euro sollen in vier Tranchen bis Ende März gezahlt werden.

Das teilte die Eurogruppe in der Nacht zu Dienstag in einer offiziellen Erklärung in Brüssel mit. Von der Gesamtsummer von 43,7 Milliarden Euro sollen 34,4 Milliarden Euro im kommenden Monat ausbezahlt werden. Die endgültige Entscheidung über die Freigabe Entscheidung ist für den 13. Dezember geplant. Bis dahin sollen nationale Zustimmungsverfahren abgeschlossen werden.

«Ich begrüße die Abmachung der Finanzchefs der Eurozone», sagte Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). «Die Vereinbarung wird die Unsicherheit vermindern und das Vertrauen in Europa und Griechenland stärken.»

Bedingungen an Griechenland

Der Erklärung zufolge soll zudem das Ergebnis eines geplanten Programms zum Rückkauf griechischer Schulden abgewartet werden. Dies betreffe besonders den Beitrag des Internationalen Währungsfonds (IWF), sagte IWF-Chefin Christine Lagarde auf einer Pressekonferenz.

Die restlichen 9,3 Milliarden Euro sollen in drei weiteren Tranchen im ersten Quartal des kommenden Jahres nach Athen überwiesen werden. Die Bedingung ist allerdings, dass die griechische Regierung wichtige «Wegmarken» im Rahmen seines Hilfsprogramms erreicht. Dazu gehört der Erklärung zufolge auch die Umsetzung einer Steuerreform.

Samaras erleichtert

Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras zeigte sich erleichtert über die Einigung der internationalen Geldgeber auf weitere Finanzhilfen für sein Land.

«Alles ist gut gegangen. Wir haben zusammen dafür gekämpft. Morgen bricht für alle Griechen ein neuer Tag an, und morgen werden wir mehr dazu sagen und Ihnen die Details geben», sagte der sichtlich zufriedene Regierungschef in der Nacht zum Dienstag vor seinem Amtssitz in Athen, wo er die Brüsseler Entscheidung abgewartet hatte.

(L'essentiel Online/sda/dapd)

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