Wirtschaftszonen

11. November 2020 17:10; Akt: 11.11.2020 17:26 Print

Griechenland und Ägypten wollen enge Kooperation

Die beiden Staaten wollen mehr Stabilität im östlichen Mittelmeer erreichen. Auch die Türkei könne sich dem Bündnis anschließen – unter Bedingungen.

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Kyriakos Mitsotakis (links), Premierminister von Griechenland, empfängt Abdel Al-Sisi, Präsident von Ägypten, in der Villa Maximos. (Bild: DPA/Yorgos Karahalis)

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Die Mittelmeerländer Griechenland und Ägypten wollen sich gemeinsam für mehr Stabilität im östlichen Mittelmeer einsetzen und künftig noch enger zusammenarbeiten. Dies erklärten der Präsident Ägyptens, Abdel Fattah al-Sisi, und der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Mittwoch nach einem Treffen in der griechischen Hauptstadt Athen.

«Unsere beiden Staaten haben in der Tat gezeigt, dass sie für den Frieden arbeiten wollen», erklärte Mitsotakis. Dies zeige das Abkommen, mit dem Kairo und Athen im August dieses Jahres ihre Ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ) im Mittelmeer festgelegt hätten. Ein weiteres solches Abkommen hatte Griechenland mit Italien geschlossen.

Schwelender Streit um Erdgasvorkommen mit der Türkei

«Diese Kooperation wendet sich nicht gegen die Türkei», sagte Mitsotakis. Ankara könne an der Zusammenarbeit ebenfalls teilnehmen, wenn die Türkei internationales Recht respektiere. Ankara weist die Abkommen jedoch zurück. Das Argument: Die griechischen Inseln im östlichen Mittelmeer – auch große wie Kreta und Rhodos – hätten nur Hoheitsgewässer, aber keinen Festlandsockel und somit auch keine Ausschließlichen Wirtschaftszonen.

Al-Sisi sagte: «Wir haben Ideen ausgetauscht, wie wir unsere Beziehungen weiter ausbauen können». Ohne die Türkei zu erwähnen, kritisierte er die Haltung Ankaras in Zusammenhang mit den Ausschließlichen Wirtschaftszonen.

Gemeint ist vor allem der Streit um Erdgasvorkommen, der seit Monaten zwischen der Türkei, Griechenland und Zypern schwelt. Griechenland wirft der Türkei vor, in der Region griechischer Inseln illegal Bodenschätze zu erkunden. Ankara schickt derweil Forschungs- und Bohrschiffe in Regionen, die von Griechenland und Zypern beansprucht werden. Die EU hat die Aktivitäten Ankaras wiederholt verurteilt. Gleichzeitig fühlt sich die Türkei wegen der zunehmenden ägyptisch-griechischen Kooperation innerhalb der Mittelmeer-Anrainer isoliert.

(L'essentiel/dpa)

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