Sport-Datenbank

19. Januar 2012 12:15; Akt: 19.01.2012 14:00 Print

Hacker greift auf 49 000 Arztakten zu

LUXEMBURG - Ein Hacker soll sich Zugang zu rund 49 000 Datensätzen von Sportlern gemacht haben. Dafür genügte anscheinend der Klau eines Passworts.

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Nach Informationen des Radiosenders 100,7 hat ein Hacker sich Zugang zu einer Datenbank des Sportministeriums verschafft, in der medizinische Angaben von knapp 49 000 Athleten gespeichert sind.

Der Hintergrund: Wer in Luxemburg an sportlichen Wettkämpfen teilnehmen oder seine Sporttauglichkeit testen lassen möchte, braucht ein Attest. Dieses ist bei einem Arztbesuch in einem der 15 medizinisch-sportlichen Zentren im Land erhältlich.

Ist der Hacker ein Pirat?

Bei einem solchen Termin solle der Hacker an das Passwort der Datenbank gelangt sein, das ein Mitarbeiter an seine Tastatur geklebt habe, berichtet der Radiosender. Weitere Informationen waren beim Sportministerium am Donnerstagmorgen nicht zu erfahren.

Angeblich handelt es sich um ein Mitglied der Piratenpartei, was Präsident Sven Clement allerdings nicht bestätigen konnte: «Die Person hat sich uns gegenüber anonym zu erkennen gegeben.» Clement geht davon aus, dass der Hacker zielorientiert vorging: «Es ist schwer vorstellbar, dass er durch Zufall in die Datenbank gelangt ist.»

Die Piratenpartei mahnte deswegen erhöhte Sicherheitsmaßnahmen an. «Menschliche Fehler sind nie ganz zu vermeiden. Passieren Unachtsamkeiten, die zum Beispiel zur Verbreitung eines Passwortes führen, dürfen diese auf keinen Fall die Sicherheit der gesamten Datensätze kompromitieren», sagte Clement.

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