11 Tote auf den Philippinen

23. April 2019 08:07; Akt: 23.04.2019 13:26 Print

Hotelpool wird durch Erdbeben zum Wasserfall

Elf Menschen kamen aufgrund eines schweren Erdbebens auf den Philippinen ums Leben. Es wurde keine Tsunami-Warnung herausgegeben.

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Wegen einem Erdbeben auf den Philippinen schwappte das Wasser eines Rooftop-Pools in Manila über und verwandelte sich in einen Wasserfall. (Video: Reuters)

Ein schweres Erdbeben der Stärke 6,1 im Norden der Philippinen hat mindestens elf Menschen das Leben gekostet. Weitere 24 Menschen wurden nach offiziellen Angaben noch vermisst. Mindestens 50 Menschen wurden verletzt.

Das Epizentrum des Bebens lag in der Stadt Castillejos in der Provinz Zambales, wie die Erdbebenwarte Phivolcs in Quezon City mitteilte. Am stärksten waren die Erdstöße aber in den benachbarten Provinzen Pampanga und Bulacan sowie in der Hauptstadt Manila zu spüren.

Laut dem Phivolcs-Direktor Renato Solidum wurde keine Tsunami-Warnung erwartet. Er rief die Menschen jedoch wegen möglicher Nachbeben zur Vorsicht auf. Das Erdbeben war so stark, dass ein Hotelpool in Manila auslief. Das Schwimmbecken auf dem Dach eines Hochhauses wurde so stark geschüttelt, dass das Wasser vom Dach des Hotels herunterfloss und einen Wasserfall bildete.

Vierstöckiges Gebäude stürzt ein

Ein Mädchen und seine Großmutter starben beim Einsturz einer Mauer in der 160.000-Einwohner Stadt Lubao nördlich der Hauptstadt Manila, wie die Provinzgouverneurin von Pampanga, Lilia Pineda, mitteilte.

Zwei weitere Menschen seien ums Leben gekommen, als ein vierstöckiges Gebäude in der nahen Stadt Porac einstürzte, sagte Angie Blanco von der Katastrophenschutzbehörde der Provinz. Im Erdgeschoss des Gebäudes habe sich ein Supermarkt befunden, hieß es. Die anderen beiden Todesopfer seien bei Einstürzen in ihren Häusern umgekommen, sagte Blanco weiter.

In der 124.000-Einwohner-Stadt Porac wurden laut Blanco 30 Verletzte aus den Trümmern geborgen. Sie werden im Krankenhaus behandelt. In verschiedenen Teilen Pampangas seien 20 weitere Menschen in ihren Häusern verletzt worden.

Flughafen und Straßen beschädigt

In Castillejos mit seinen knapp 65.000 Einwohnern rannten Menschen in Panik auf die Straßen, wie lokale Medien berichteten. Einige Gebäude stürzten ein. Entlang einer Hauptverkehrsstraße wurden demnach Risse und Steinschläge beobachtet.

Auch der Flughafen Clark International, rund 90 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Manila sei beschädigt worden.

In der Großregion Metro Manila um die philippinische Hauptstadt herum flohen Menschen laut Berichten aus Büros und Geschäftsgebäuden. Der Betrieb der Schwebebahn im Großraum Manila wurde nach Angaben des technischen Leiters Michael Capati aus Sicherheitsgründen vorerst eingestellt.

Die Philippinen befinden sich auf dem Pazifischen Feuerring, wo sich rund 90 Prozent aller Erdbeben weltweit ereignen. Das letzte große Beben mit einer Stärke von 7,1 hatte im Oktober 2013 mehr als 220 Menschen das Leben gekostet. Im Juli 1990 starben mehr als 2400 Menschen bei einem Beben der Stärke 7,8 auf der nördlichen Insel Luzon.

(L'essentiel/fss/chk/sda)

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