Wiedergutmachung

24. April 2019 08:40; Akt: 24.04.2019 08:59 Print

Japan entschuldigt sich für Zwangssterilisation

Ab 1948 wurden in Japan mehr als 16.000 Menschen mit Behinderungen gegen ihren Willen sterilisiert. Nun will die Regierung den Betroffenen Schmerzensgeld zahlen.

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Geschätzt 25.000 Menschen wurden ab 1948 in Japan im Rahmen eines staatlichen Programms sterilisiert – mehr als 16.000 von ihnen gegen ihren Willen. (Bild: AFP/Toshifumi Kitamura)

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Geschätzt 25.000 Menschen wurden ab 1948 in Japan im Rahmen eines staatlichen Programms sterilisiert – mehr als 16.000 von ihnen gegen ihren Willen.

Premierminister Shinzo Abe brachte in einer Erklärung sein «aufrichtiges Bedauern» und die «tiefe Entschuldigung» der Regierung zum Ausdruck.

Die Japaner, die als Teenager einer Zwangssterilisation unterzogen wurden, sollen nun vom Staat eine Entschädigung bekommennach. Ein entsprechendes Gesetz ist am Mittwoch vom Parlament verabschiedet worden und richtet sich an die rund 16.500 Menschen, die offiziellen Statistiken zufolge operiert wurden. Das Gesetzt sieht eine Entschädigung von 3,2 Millionen Yen (25.000 Euro) pro Person vor.

Erst kürzlich waren etwa 20 Betroffene gegen die Menschenrechtsverletzung, der auch Kinder zum Opfer fielen, vor Gericht gegangen. Ein erstes Urteil wird am 28. Mai erwartet. Opferanwälte bezeichneten die einmalige Kompensationszahlung als unzureichend.

(L'essentiel)

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