Brexit

22. August 2019 13:44; Akt: 22.08.2019 14:07 Print

Jean Asselborn: «Dann ist das Band gerissen»

Jean Asselborn ist nicht einfach Außenminister. Er ist einer der dienstältesten Diplomaten, den die EU zu bieten hat. Darum wiegt sein Urteil zum Brexit schwer. So fällt es aus.

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«Wunder sind nie auszuschließen, aber ich bin schon skeptisch», sagt Jean Asselborn.

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Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat sich skeptisch gezeigt über Hoffnungen, der Streit zwischen London und Brüssel über den sogenannten Backstop könne innerhalb der kommenden Wochen gelöst werden. «Wunder sind nie auszuschließen, aber ich bin schon skeptisch, dass man da aus der Luft etwas rausgreift, wo wir dann eine Garantie haben, dass Irland keine harte Grenze hat und dass aber die EU eine Kontrolle hat, was in den Markt hineinkommt», sagte Asselborn in einem SWR-Interview am Donnerstag.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte am Mittwoch beim Besuch des britischen Premierministers Boris Johnson nicht ausgeschlossen, dass es innerhalb der nächsten 30 Tage zu einer Lösung im Streit um den Backstop kommen könnte. Diese Garantie-Regelung für eine offene Grenze zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Republik Irland stößt auf heftigen Widerstand in Johnsons konservativer Regierungspartei.

Drei Mal gescheitert

Seine Vorgängerin Theresa May war drei Mal mit dem Austrittsabkommen im Parlament gescheitert. Johnson fordert, den Backstop zu streichen. Die EU lehnt das ab. Merkel zeigte sich offen für Alternativen zu der Garantie-Regel, forderte jedoch, London müsse eine Lösung präsentieren.

Sollte es, wie von Johnson angedroht, am 31. Oktober zu einem ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU kommen, sieht Asselborn das «Band gerissen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien». London werde aber auf die EU als Handelspartner nicht verzichten können. Wichtig sei derzeit, dass die EU weiter geschlossen und einig bleibe wie bisher. Für unabwendbar hält er den No Deal jedoch nicht.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • svendorca am 22.08.2019 14:35 Report Diesen Beitrag melden

    die Betteltour der Engländer nervt,..das Problem sind Populisten die nicht an Konsequenzen denken wollen,..vom Farage hört man auch nichts mehr

    einklappen einklappen
  • JC am 22.08.2019 16:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wessen déi iwerhapt wat se wellen ? se kenne jo dann englesch Pond bei der Queen froen .

  • muller am 25.08.2019 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    et hoellt dach keen deen serioes wi recht si domat hun

Die neusten Leser-Kommentare

  • muller am 25.08.2019 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    et hoellt dach keen deen serioes wi recht si domat hun

  • Easy am 23.08.2019 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach: Nordirland get eng "Tax Free Zone".

  • Japs am 22.08.2019 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    Die Lösung ist doch ganz einfach. Irland muss auch austreten.

  • Julie am 22.08.2019 18:17 Report Diesen Beitrag melden

    Der Backstop ist der grösste Schwachsinn den es gibt : er sorgt nur für einen weiteren zeitlichen Aufschub für ein Problem für das in den letzten Jahren keine Lösung gefunden wurde, wieso sollte das sich ändern nach dem Brexit . Die Lösung kann nur und wird sein : Grenzkontrollen für Nordirland, so wie bei jeder Grenze zur EU ( Schweiz z.B. kein Problem ! )

    • Saupreis am 23.08.2019 11:34 Report Diesen Beitrag melden

      Die Schweiz ist zwar kein Mitglied der EU jedoch Mitglied des Schengen Raums somit finden keine "festen" Grenzkontrollen statt, für Island und Norwegen gilt das selbe. Ihr Beitrag ist also ganz schön viel Meinung für ganz schön wenig Ahnung.

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  • JC am 22.08.2019 16:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wessen déi iwerhapt wat se wellen ? se kenne jo dann englesch Pond bei der Queen froen .