Krecké-Report

29. September 2015 13:52; Akt: 29.09.2015 14:04 Print

Juncker will die fehlende Seite veröffentlichen

LUXEMBURG - Jean-Claude Juncker hat sich mit widersprüchlichen Aussagen vor dem LuxLeaks-Sonderausschuss in Bedrängnis gebracht. Nun will er mit Offenheit reagieren.

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Es wird eng für Jean-Claude Juncker. Nachdem sich Luxemburgs ehemaliger Premierminister vor dem Sonderausschuss des Europaparlament in Widersprüche verstrickt hat, will er nun wohl mit offenen Karten spielen. Laut übereinstimmender Medienberichte will der Präsident der EU-Kommission die fehlende Seite eines brisanten Dokuments in der LuxLeaks-Affäre offenlegen. Zuvor hatte der linke Europaabgeordnete Fabio de Masi mit einem Schreiben Druck auf Juncker ausgeübt.

Bei der Befragung vor dem Steuer-Sonderausschuss im Europaparlament zu LuxLeaks hatte Juncker geleugnet, vom Inhalt einer brisanten Seite des mittlerweile legendären Krecké-Reports über die Luxemburger Steuermachenschaften gewusst zu haben. Kritiker bezichtigten ihn daraufhin der Lüge.

Wer wusste von der Seite?

Juncker hatte den damaligen LSAP-Abgeordneten Jeannot Krecké 1997 damit beauftragt, einen Bericht über die Steuerpraxis im Großherzogtum anzufertigen. Für die offizielle Version soll der Verfasser allerdings eine brisante Seite entfernt haben. Diese sei laut Krecké nur LSAP-Fraktionschef Lucien Lux und eben Juncker gezeigt worden, was der 60-Jährige bestreitet.

Er habe vor dem Parlament die Wahrheit nicht verschleiert, wird Juncker bei Paperjam zitiert. Er habe die fehlende Seite und deren Inhalt schlichtweg nicht bemerkt. Nun soll Juncker bereit sein, in den kommenden Tagen die fehlende Passage aus dem Bericht zu veröffentlichen.

(jm/L'essentiel)

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