Internetbesichtigung

25. November 2011 18:27; Akt: 25.11.2011 18:45 Print

Luxemburgs Grenze auf Street View

LUXEMBURG – Mit der Freischaltung von Street-View-Bildern aus Belgien sind auch Ansichten von Luxemburg ins Internet gelangt. Ein Problem sieht der Datenschutz nicht.

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Eine Tankstelle am Ortseingang von Steinfort oder ein Feldweg, der von Belgien nach Luxemburg führt: Mit der Freischaltung der belgischen Street-View-Bilder durch Google am Donnerstag sind auch Grenzansichten vom Großherzogtum ins Internet gelangt. Generell will die luxemburgische Datenschutzkommission (CNPD) allerdings keinen Einspruch erheben. «Wir werden uns aber vergewissern, ob konkrete Verstöße vorliegen, also ob einzelne Personen erkennbar sind», sagte Datenschutzkommissar Gérard Lommel am Freitag auf Anfrage von «L’essentiel Online».

Das Auftauchen von Grenzübergängen ist nicht vollkommen neu: Seitdem Street-View-Bilder aus Frankreich freigeschaltet wurden, können verschiedene grenznah gelegene Straßenzüge in Luxemburg, zum Beispiel der Ortseingang von Mondorf, per Internet besichtigt werden.

Datenschützer warten auf Rückmeldung von Google

Einen großen Teil Luxemburgs, vor allem den Süden und die Nordstraße, hat Google bereits mit seinen Kamera-Autos aufgenommen. Wann die Bilder veröffentlicht werden, ist unklar. Seit rund einem Jahr herrscht praktisch Funkstille. «Wir warten auf Google», erklärte Lommel. Seine Behörde habe zu diesem Zeitpunkt mit dem Unternehmen Eckpunkte einer Einigung über die Einspruchsmöglichkeiten von Bürgern festgehalten. Die hätte Google noch intern beraten müssen. Zwischenzeitlich habe allerdings einer seiner Ansprechpartner im Internetkonzern den Job gewechselt. Lommel geht zudem davon aus, dass Google in einigen Ländern abwarten wollte, wie Microsoft bei der Einführung seines Konkurrenzangebot StreetSide in Sachen Datenschutz vorgeht.

Rund 500 Luxemburger, die ihre Hausfassade nicht im Internet nicht wiederfinden wollten, hatten sich bereits vor einem Jahr mit ihren Beschwerden an Google gewandt. Die luxemburgische Datenschutzbehörde setzt sich dafür ein, dass deren Einspruch bereits vor Veröffentlichung der Bilder respektiert wird und die betroffenen Hausfassaden erst gar nicht im Internet zu sehen sind. Zudem sollen Bürger nicht nur über ein Internetportal ihre Beschwerde an Google leiten können, sondern auch über andere Kommunikationswege.

Kerstin Smirr/L’essentiel Online

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