Frankreich

08. Dezember 2019 20:26; Akt: 08.12.2019 20:30 Print

Pendler-​​Chaos geht am Montag weiter

Die Streiks der Bahngewerkschaften werden auf die neue Woche ausgeweitet. Die Fronten bleiben verhärtet. Es muss weiterhin mit Zugausfällen gerechnet werden.

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Angesichts der andauernden Proteste und Streiks gegen die Rentenpläne der französischen Regierung müssen Reisende in Frankreich weiter mit chaotischen Zuständen im Nah- und Fernverkehr rechnen. Die drei größten Eisenbahngewerkschaften riefen am Wochenende in einer gemeinsamen Erklärung zu einer Ausweitung der Streiks ab Montag auf.

Derweil war für Sonntagabend ein Treffen von Präsident Emmanuel Macron mit mehreren Ministern geplant. Es handle sich um ein «Arbeitstreffen mit dem Premierminister» Edouard Philippe und den von der Rentenreform betroffenen Ministern aus den Bereichen Gesundheit, Renten und Verkehr, verlautete aus Regierungskreisen.

Dabei werde über die umstrittene Rentenreform beraten, die Philippe am Mittwoch erstmals im Detail vorstellen wolle, hieß es. Während des Wochenendes seien Vertreter von Regierung und Gewerkschaften zu Gesprächen zusammengekommen.

Nur zwei Linien werden normal betrieben

«Wir empfehlen, die öffentlichen Verkehrsmittel in den kommenden Tagen zu vermeiden», schrieb die Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP auf ihrer Internetseite. Pendler sollten stattdessen auf andere Verkehrsmittel wie Fahrgemeinschaften umsteigen.

Demnach sollen zehn der 16 Metro-Linien geschlossen bleiben und vier nur eingeschränkt verkehren. Die zwei autonom fahrenden Linien würden betrieben, jedoch sei mit überfüllten Waggons zu rechnen. Rund zehn Millionen Menschen sind täglich im Großraum Paris auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen.

Fronten verhärtet

Premierminister Philippe sagte der Sonntagszeitung «Journal du Dimanche», er sei «entschlossen», die Pläne über seine Rentenreform weiterzuführen. «Wenn wir heute keine tiefgreifende, ernsthafte und progressive Reform vornehmen, wird morgen jemand anders eine noch viel härtere durchsetzen», sagte der Regierungschef.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft CGT, Philippe Martinez, kündigte gegenüber der Zeitung an, nicht klein beizugeben, bis der Reformplan zurückgezogen werde. Für Dienstag riefen die Gewerkschaften zu einem erneuten landesweiten Massenstreik auf.

Öffentliches Leben lahmgelegt

In Frankreich gehen seit Donnerstag zahlreiche Menschen gegen die von der Regierung geplante Rentenreform auf die Straße. Am Donnerstag protestierten nach Behördenangaben mehr als 800.000 Demonstranten, die Gewerkschaft CGT zählte 1,5 Millionen Teilnehmer.

Zugleich legte ein Generalstreik das öffentliche Leben weitgehend lahm. Die Proteste waren deutlich größer als jene gegen den Reformkurs von Präsident Macron auf dem Höhepunkt der «Gelbwesten»-Krise vor rund einem Jahr.

Im Louvre-Museum blieben einige Räume und im Grand Palais eine gesamte Ausstellung geschlossen. Auch die Pariser Oper, die Comédie Française sowie weitere Kultureinrichtungen sagten Vorstellungen ab.

Auch in anderen Städten gingen Menschen auf die Straße. Aus Nantes, wo sich rund 2800 Menschen an der Demonstration beteiligen, sowie aus Lyon wurden Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gemeldet.

(L'essentiel/vro/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pg am 08.12.2019 21:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und co steuern machen Herr Turmes Der Öffentlichen Transport blockiert dann verdinnen sie Doppelt ist das nicht Toll Hauptsache Klima. IT mehr Steuern retten

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pg am 08.12.2019 21:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und co steuern machen Herr Turmes Der Öffentlichen Transport blockiert dann verdinnen sie Doppelt ist das nicht Toll Hauptsache Klima. IT mehr Steuern retten