Grossbritannien

26. Mai 2017 13:43; Akt: 26.05.2017 13:46 Print

Polizei fürchtet 2. Bombe von Manchester-​​Attentäter

Medien zufolge haben die Ermittler den Verdacht, der Attentäter von Manchester könne mehr als einen Sprengsatz gebaut haben.

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In Manchester geht offenbar die Angst vor einer zweiten Bombe um. Wie die «Daily Mail» berichtet, könnte der Attentäter Salman Abedi (22) möglichen Komplizen aus der Extremisten-Szene einen weiteren Sprengsatz gegeben haben.

Die Polizei von Manchester hat am Freitagmorgen einen Coiffeursalon im Stadtteil Moss Side durchsucht, der von Abedi regelmäßig besucht worden war. Zudem wurde bei der Razzia in Abedis Wohnung Anfang der Woche offenbar ein großer Vorrat von explosiven Chemikalien und anderen verdächtigen Substanzen gefunden.

Fernzünder am Tatort gefunden

Die schiere Menge des Materials lasse die Ermittler annehmen, der Attentäter könne mehrere Bomben gebaut haben, so die «Daily Mail». Ebenfalls untersucht werde die Hypothese, dass der Bombenbauer, der hinter dem am Montag explodierten Sprengsatz steht, ins Ausland geflohen sei.

Zudem gehe man der Annahme nach, Abedi sei während seiner Tat von einem Komplizen beobachtet worden. Via US-Medien sind demnach Informationen durchgesickert, denen zufolge in der Nähe des Tatortes ein Handy gefunden worden sei, mit dem ein Sprengsatz hätte ferngezündet werden können. Wenn Abedi in letzter Sekunde vor dem Attentat zurückgeschreckt wäre, hätte dieser Beobachter die Bombe hochgehen lassen können, so die Mutmassungen.

Bisher zehn Festnahmen

Zu der Angst vor weiteren Anschlägen passt, dass das Joint Terrorism Analysis Center, das im Hauptquartier des Nachrichtendienstes MI5 untergebracht ist, die Terroralarmstufe nach dem Attentat von «ernst» auf «kritisch» angehoben hat – zum ersten Mal in zehn Jahren. Seitdem wird die Polizei in Großbritannien vom Militär unterstützt. 1000 Soldaten helfen den Polizeikräften im Rahmen der sogenannte Operation Temperer.

Bisher hat die Polizei in Manchester seit Montag zehn Verdächtige festgenommen, die letzte Festnahme geschah am Freitagmorgen im Stadtviertel Moss Side. Am Freitag wurde außerdem eine Pizzeria in St Helens westlich von Manchester durchsucht. Zwei Männer wurden wieder freigelassen, sodass sich noch acht Verdächtige in Gewahrsam befinden. In Libyen waren am Mittwoch zudem der Vater und der Bruder des Selbstmordattentäters festgenommen worden. Bei dem Attentat auf das Ariana-Grande-Konzert am Montag in der Manchester Arena kamen 22 Menschen ums Leben, mehr als 70 weitere wurden verletzt.

(L'essentiel/mlr)

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