Anschläge in Sri Lanka

23. April 2019 07:38; Akt: 23.04.2019 09:19 Print

Erster Bombe entkommen, durch zweite getötet

Anschläge auf Kirchen und Hotels haben in Sri Lanka zahlreiche Opfer gefordert. Auch diese britischen Geschwister wurden bei den Anschlägen getötet.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

In Sri Lanka kam es zu einer Serie von Terroranschlägen. Insgesamt gab es am Ostersonntag mindestens acht Detonationen. Betroffen waren Kirchen und Hotels. Rund 310 Menschen wurden getötet, über 500 verletzt.

Sie starben bei der zweiten Detonation

Zwei britische Geschwister wurden bei den Anschlägen getötet, nachdem sie sich vor der ersten Explosion in Sicherheit bringen konnten. Die zweite Detonation überlebten der 19-jährige Daniel Linsey und seine 15-jährige Schwester Amelie nicht. Wie britische Medien schreiben, kamen die beiden im Cafe des Shangri-La Hotels an ihrem letzten Ferientag ums Leben.

Ihr älterer Bruder David (21) sagt gegenüber «The Sun»: «Sie haben meinen Bruder und meine Schwester ins Spital gebracht, doch sie konnten nichts mehr für sie tun. Ich denke sie sind schon gestorben, bevor sie dort angekommen sind. Wir vermissen sie jetzt schon so sehr.»

(Bilder: Facebook)

Gemäß der Nachrichtenagentur AP wurden in Sri Lanka mittlerweile mindestens 40 Verdächtige festgenommen. Unter den Verhafteten ist auch der Fahrer eines Lieferwagens, der angeblich von den Selbstmordattentätern benutzt wurde sowie der Besitzer eines Hauses, in dem einige der Täter gelebt haben.

In der Nacht zum Dienstag traten Notstandsbestimmungen in Kraft. Staatspräsident Maithripala Sirisena erklärte den öffentlichen Notstand im Interesse der öffentlichen Sicherheit, der Wahrung der öffentlichen Ordnung und der Sicherung der Versorgung mit Waren und Dienstleistungen für die Bürger, wie es in einer Erklärung des Präsidenten hieß.

Drei Schweigeminuten

Mit drei Schweigeminuten haben die Menschen in Sri Lanka der Opfer der Anschläge vom Ostersonntag gedacht. Die Schweigeminuten begannen am Dienstag um 8.30 Uhr – dem Zeitpunkt, zu dem am Sonntag die erste Bombe detoniert war. Die Flaggen wurden auf Halbmast gesetzt. Für den gesamten Dienstag gilt eine Staatstrauer.

Der Uno-Sicherheitsrat hat die Anschlagsserie in Sri Lanka mit knapp 300 Opfern auf das Schärfste verurteilt. Zugleich sprachen er den Familien der Opfer der «abscheulichen und feigen» Anschläge tief empfundenes Mitgefühl aus, wie es in einer Mitteilung hieß.

Den Verletzten werde eine rasche Genesung gewünscht, schreibt das Uno-Gremium in der Mitteilung. Terrorismus stelle in all seinen Erscheinungsformen eine der schwerwiegendsten Bedrohungen für den Frieden und die internationale Sicherheit dar, hieß es weiter. Täter, Organisationen und Geldgeber dieser Terrorakte müssten zur Rechenschaft gezogen und vor Gericht gestellt werden.

(L'essentiel/roy/dmo/sda/afp)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.