Abschuss von MH17

15. November 2019 07:25; Akt: 15.11.2019 07:29 Print

Putin-​​Berater auf Telefon-​​Mitschnitt zu hören

Nach dem Abschuss von Flug MH17 wies Russland jede Verantwortung zurück. Jetzt gerät der Kreml wegen neuer Beweise erneut unter Druck.

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Im Fall der abgeschossenen malaysischen Passagiermaschine MH17 haben Ermittler in den Niederlanden neue schwere Vorwürfe gegen Russland erhoben. Die Verbindungen zwischen der Führung der Separatisten und Russland seien enger als bisher bekannt, sagte Ermittler Andy Kraag vom internationalen Untersuchungsteam JIT in einer Videobotschaft.

Das JIT veröffentlichte am Donnerstag Telefonmitschnitte, auf denen unter anderem Wladislaw Surkow, ein enger Berater des russische Präsidenten Wladimir Putin, zu hören sein soll. Nach Darstellung von Kraag gingen die Kontakte deutlich über militärische Hilfe hinaus.

Separatisten hatten Kontakt russischen Beamten

Die nun veröffentlichten Mitschnitte sollen beweisen, dass die Separatisten direkten Kontakt zu russischen Regierungsbeamten hatten. Das wäre eine Sensation, weil Russland vehement bestreitet, die Separatisten militärisch zu unterstützen oder sie zu steuern.

So sollen der selbst ernannte frühere Regierungschef der Rebellen in der nicht anerkannten Volksrepublik Donezk, Alexander Borodaj, und dessen so bezeichneter damaliger Verteidigungsminister Igor Girkin (genannt Strelkow) Kontakt mit Surkow gehabt haben. Alle Verdächtigen sind in Russland.

Zeugenaufruf

Kraag rief Zeugen mit Blick auf die Mitschnitte auf, sich bei den Ermittlern zu melden. Herausfinden wollen die Ermittler demnach, von wem genau die Rebellen kontrolliert und kommandiert wurden. Der Vorwurf, dass dies von der Machtzentrale in Moskau aus geschieht, steht seit langem unbewiesen im Raum. Russland bestreitet vehement, etwas mit dem Abschuss der MH17 am 17. Juli 2014 zu tun zu haben. Damals starben alle 298 Menschen an Bord.

Im Juni hatte die Untersuchungskommission in den Niederlanden die Namen von vier Verdächtigen genannt, die für den Abschuss verantwortlich sein sollen. Zugleich hatte sie weitere Ermittlungen angekündigt.

Internationale Dimension

Bisherigen Erkenntnissen zufolge wurde das Flugzeug auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur von Separatisten im Kriegsgebiet Donbass im Osten der Ukraine abgeschossen. Sie sollen mit einem russischen Luftabwehrsystem Buk eine Rakete auf die Maschine abgefeuert haben.

Damit erhielt der blutige Konflikt zwischen ukrainischen Regierungstruppen und den aus Russland unterstützten Separatisten erstmals eine internationale Dimension. Bei dem Konflikt starben nach Uno-Schätzungen bisher rund 13.000 Menschen.

Die EU sicherte ihre Unterstützung zu, für die Opfer und ihre Hinterbliebenen Gerechtigkeit herzustellen. Zugleich hatte sie Russland dazu aufgefordert, mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten. In den Niederlanden soll im März 2020 der Prozess gegen die vier Verdächtigen beginnen. Allerdings will Russland die Männer nicht ausliefern.

(L'essentiel/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jerry am 15.11.2019 08:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist schon sehr, sehr komisch dass der Cockpit dieser Maschine so durchlöschert war, von ganz genau dem selben Kaliber wie die der MIGs der Ukranischen Luftwaffe. Dabei Jimmy auch noch das die Webseite über deren Maximalflughöhe kurz vor dem Abschuss korrigiert wurde. Wie werden massiv an der Nase herumgefürht!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jerry am 15.11.2019 08:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist schon sehr, sehr komisch dass der Cockpit dieser Maschine so durchlöschert war, von ganz genau dem selben Kaliber wie die der MIGs der Ukranischen Luftwaffe. Dabei Jimmy auch noch das die Webseite über deren Maximalflughöhe kurz vor dem Abschuss korrigiert wurde. Wie werden massiv an der Nase herumgefürht!!!

    • Merci Jerry am 15.11.2019 15:23 Report Diesen Beitrag melden

      Kiev Propaganda eben. Wird eins zu eins übernommen. Nichts Neues hier im Europa. Wenn die Beweise ausreichen würden, was offensichtlch nicht der Fall ist, wäre Russland schon lange vom europäischen Luftraum verbannt worden. CQFD

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