Opfer der Attacke in Nizza

29. Oktober 2020 18:05; Akt: 29.10.2020 18:19 Print

«Sagen Sie meinen Kindern, dass ich sie liebe»

Drei Menschen sind bei der Messerattacke in einer Kirche in Nizza getötet worden. Unter den Opfern ist eine junge Mutter. Sie konnte noch eine Botschaft an ihre Kinder übergeben.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

In der Kirche Notre Dame in Nizza richtete ein junger Jihadist ein Blutbad an. Drei Menschen kamen dabei ums Leben, mindestens sechs weitere wurden verletzt. Der Täter wurde nach der Attacke von der Polizei angeschossen. Er befindet sich im Krankenhaus auf der Intensivstation. Das wissen wir bisher über die Opfer und den Täter.

Eine 70-jährige Frau wurde enthauptet

Im Inneren der Kirche traf der Täter auf eine ältere Frau, die gerade betete. Wie die Polizei bekannt gab, wurde die Frau bei der Attacke enthauptet. Die Identität des Opfers ist nicht bekannt.

Küster der Kirche zusammengeschlagen und geköpft

Auch der Küster der Kirche wurde beim Angriff getötet. Er hatte gerade seinen Dienst begonnen, als der bewaffnete Täter die Kirche betrat. Laut französischen Medien schlug der Angreifer den Küster zuerst zusammen, bevor er ihn ebenfalls köpfte.

Beim Küster handelt es sich laut Reuters um einen Vater zweier Kinder. Er soll zwischen 45 und 50 Jahren gewesen sein. «Er war eine sehr nette Person. Er hatte gerade die Kirche geöffnet, es gab in dem Moment kein Messedienst», sagte Pfarrer Gil Florini zu «Midi Libre».

Eine Mutter Mitte 30 wurde erstochen

Das dritte Opfer ist laut «Europe «1» eine Frau Mitte 30. Beim Angriff soll sie mehrere Stichwunden erlitten haben. Schwer verletzt gelang es ihr, in eine nahe liegende Bar zu flüchten. Dort starb sie an den Folgen ihrer Verletzungen. Zeugen zufolge sagte sie kurz vor ihrem Tod: «Sagen Sie meinen Kindern, dass ich sie liebe.»

Der Täter heißt Brahim A. und ist 21 Jahre alt

Beim Täter handelt es laut ersten Erkenntnissen um Brahim A., einen 21-jährigen Tunesier. Laut «Nice Matin» war er nicht polizeilich bekannt. Er soll erst im September illegal über der italienischen Insel Lampedusa nach Europa eingereist sein, berichtet «Le Parisien». Nach Ablauf der Quarantäne sei er am 9. Oktober nach Bari gebracht worden, schreibt «Corriere della Sera».

Am Donnerstag stand Brahim A. nach Angaben von Augenzeugen zwischen 7 und 8.15 Uhr am Bahnhof von Nizza. Gegen 8.30 Uhr betrat er die Kirche im Stadtzentrum und attackierte rund ein Dutzend Menschen. Um 9.15 Uhr konnten ihn mehrere Polizisten umzingeln. Der Täter flüchtete in eine Seitenstraße und gab einen Schuss ab, während er «Allahu akbar» – Arabisch für «Gott ist groß» – schrie. Ein Polizist überwältigte den Täter von hinten. Augenzeugen gaben an, mehrere Schüsse gehört zu haben.

Der Täter wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Laut Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi rief Brahim A. auch noch «Allahu akbar», während er am Boden medizinisch versorgt wurde. Noch am Vormittag wurde A. operiert. Er befindet sich in Lebensgefahr.

«Islamistischer Terroranschlag»

Die Messerattacke in Nizza war laut Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron ein «islamistischer Terroranschlag». Frankreich sei angegriffen worden, sagte der 42-Jährige am Donnerstag in der südfranzösischen Küstenmetropole. Er kündigte verstärkten Schutz für Schulen und Kirchen an.

(L'essentiel/Karin Leuthold)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • De_klenge_Fuerzkapp am 29.10.2020 22:38 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird höchste Zeit, dass Europa sich einmal gut schüttelt, um den ganzen Dreck los zuwerden.

  • Politische Meinungs-Manipulation am 30.10.2020 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    Radaktion veröffentlich ja keine kritischen Kommentare u. das besagt, dass damit ins Schwarze getroffen wurde.

  • Anne Mone am 30.10.2020 02:18 Report Diesen Beitrag melden

    Virwaat hun se net nachemol ob en geschoss? dann wäer et nees een manner deen onschëlleg Leit embrëngt.Sou een mecht daat nees wann en aus dem Prisong könnt. Déi radikal Islamisten sin an bleiwen geféierlech!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Politische Meinungs-Manipulation am 30.10.2020 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    Radaktion veröffentlich ja keine kritischen Kommentare u. das besagt, dass damit ins Schwarze getroffen wurde.

  • Anne Mone am 30.10.2020 02:18 Report Diesen Beitrag melden

    Virwaat hun se net nachemol ob en geschoss? dann wäer et nees een manner deen onschëlleg Leit embrëngt.Sou een mecht daat nees wann en aus dem Prisong könnt. Déi radikal Islamisten sin an bleiwen geféierlech!

  • De_klenge_Fuerzkapp am 29.10.2020 22:38 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird höchste Zeit, dass Europa sich einmal gut schüttelt, um den ganzen Dreck los zuwerden.

  • De_klenge_Fuerzkapp am 29.10.2020 22:12 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird höchste Zeit, dass Europa sich einmal gut schüttelt, um den ganzen Dreck los zuwerden.

  • jimbo am 29.10.2020 21:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Huelt se nach mei onkontrolleiert eran...! An den Charlie Hebdo muss nach mei Schrott drécken vir ze provozeieren... E grousse Bravo u jiddereen!!!