Stahlindustrie

02. November 2012 08:21; Akt: 02.11.2012 09:16 Print

Schifflingen und Rodange doch rentabel?

LUXEMBURG – Laut Medienberichten wären die von einer Schließung betroffenen ArcelorMittal-Werke Schifflingen und Rodange durchaus wirtschaftlich.

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Die Produktion in Schifflingen lief während der vergangenen Monate auf Sparflamme und soll im Januar ganz eingestellt werden. (Bild: Editpress)

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Die Wochenzeitung «D’Lëtzebuerger Land» meldet in ihrer Freitagsausgabe, dass ein vom Wirtschaftsministerium in Auftrag gegebenes Audit des Unternehmensprüfers Laplace Conseil zur Schlussfolgerung kommt, dass die Werke Schifflingen und Rodange wirtschaftlich zu betreiben wären. Trotzdem will der Stahlkonzern an der Schließung festhalten. Das Audit sollte als Diskussionsgrundlage zur Stahltripartite dienen und war nicht zru Veröffentlichung gedacht, wie Jean-Claude Bernardini am Freitag gegenüber L'essentiel Online sagte.

Das Audit, das zum Teil auf die Befragung von Kunden basiert, zeige, dass die beiden Werke aufgrund ihrer hochwertigen Produkten innerhalb drei Jahren wirtschaftlich überlebensfähig seien - vorausgesetzt, der Konzern würde in die Modernisierung der Produktionsanlagen investieren. ArcelorMittal dagegen bleibt beim Standpunkt, dass es im Bereich Draht und Baustahl Überkapazitäten gebe und die Nachfrage nicht mehr ausreichen, um die Werke wirtschaftlich zu betreiben.

Der OGBL war zu ähnlichen Schlussfolgerungen gekommen. Gewerkschaftsvertreter Jean-Claude Bernardini sagte gegenüber Radio RTL Lëtzebuerg, es sei nicht nachvollziehbar, warum ArcelorMittal das Audit von Laplace Conseil ignoriere. Zudem sei es schwer nachvollziehbar, dass der Konzern die Produktionsstandorte zwar stilllegen, aber nicht verkaufen wolle.

Das Stahlwerk in Schifflingen soll im Januar schließen. Es produzierte in den vergangenen Monaten auf Sparflamme und war nur etwa zu zehn Prozent ausgelastet.

(L'essentiel Online)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • miinacio am 02.11.2012 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Die Fusionierung Mittal Steel und Arcelor im Jahre 2007 war schon damals Teils Herrn Mittals Plan seinen grössten Konkurrenten (Arcelor) auszuschalten. Fünf Jahre haben ihm gereicht um so an wichtige Produktionsgeheimnisse zu erlangen. Langsam wird er die Werke schließen um so Maschinen und andere wichtige Geräte nach Indien oder anderes Land zu schicken. So kann er seinen Gewinn steigern denn billigeres Handwerk und die Produktionsanlagen kann er trotzdem woanders modernisieren und das für weniger Geld und Luxemburg, Belgien, und Frankreich behalten ihre verlassenen Standorte (Werke).

Die neusten Leser-Kommentare

  • miinacio am 02.11.2012 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Die Fusionierung Mittal Steel und Arcelor im Jahre 2007 war schon damals Teils Herrn Mittals Plan seinen grössten Konkurrenten (Arcelor) auszuschalten. Fünf Jahre haben ihm gereicht um so an wichtige Produktionsgeheimnisse zu erlangen. Langsam wird er die Werke schließen um so Maschinen und andere wichtige Geräte nach Indien oder anderes Land zu schicken. So kann er seinen Gewinn steigern denn billigeres Handwerk und die Produktionsanlagen kann er trotzdem woanders modernisieren und das für weniger Geld und Luxemburg, Belgien, und Frankreich behalten ihre verlassenen Standorte (Werke).