Europawahl

06. Mai 2019 21:57; Akt: 06.05.2019 21:59 Print

Spitzenkandidat fordert Mindestlohn für Europa

Frans Timmermans, Kandidat für das Amt des Kommissions-Präsidenten, fordert den Mindestlohn für alle EU-Staaten. Nur so könne die Ungleichheit innerhalb der Union beseitigt werden.

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Zu oft würden Arbeitnehmer in Osteuropa deutlich schlechter bezahlt als in Westeuropa. Die Lebenshaltungskosten seien nicht entsprechend unterschiedlich, sagt Frans Timmermans (l). (Bild: AFP)

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Frans Timmermans, der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten für das Amt des Präsidenten der Europäischen Kommission, forderte am Montag in Warschau die Einführung des Mindestlohns in allen Mitgliedsländern. Damit soll die wachsende Ungleichheit zwischen armen und reichen Ländern verringert werden. «Wir brauchen einen Mindestlohn in der EU, der in jedem Mitgliedsland 60 Prozent des jeweiligen Durchschnittslohns entspricht», sagte der niederländische Politiker bei einer Debatte. Die Debatte wurde anlässlich der Europawahlen von der polnischen Sozialdemokratischen Partei SLD organisiert.

«Wir müssen Stundenlöhnen von drei Euro ein Ende setzen», fügte er mit Nachdruck hinzu. Arbeitnehmer in Osteuropa würden allzu oft deutlich schlechter bezahlt als jene in Westeuropa. Die Lebenshaltungskosten würden dagegen «nicht so unterschiedlich» ausfallen. Zweiundzwanzig von achtundzwanzig EU-Ländern haben einen gesetzlichen Mindestlohn. Die Unterschiede sind jedoch extrem: Der niedrigste Lohn von 235 Euro wird in Bulgarien gezahlt, am Ende der Skala steht Luxemburg mit einem Mindestlohn von 1999 Euro im Jahr 2017. Gegen die Einführung eines allgemeinen Mindestlohns gibt es starken Widerstand.

(L'essentiel/afp)

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