Fall Khashoggi

15. November 2018 12:09; Akt: 15.11.2018 12:27 Print

Todesstrafe für Angeklagte gefordert

Die Staatsanwaltschaft in Saudi-Arabien fordert die Todesstrafe für fünf Verdächtige. Zudem versicherte sie, dass der Kronprinz nicht in den Mord involviert gewesen sei.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Staatsanwaltschaft in Saudi-Arabien hat die Todesstrafe für fünf Verdächtige wegen der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat des Königreichs gefordert. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Riad sagte am Donnerstag, der Washington Post-Kolumnist sei im Konsulat von den Tätern betäubt, getötet und zerstückelt worden. Die Körperteile seien dann an einen Agenten außerhalb des Konsulatsgeländes übergeben worden.

Regierungskritiker sei «vorsätzlich» getötet worden

Es ist das erste Mal, dass sich offizielle Stellen in Riad zu den Umständen von Khashoggis Tod äußern. Unter internationalem Druck hatte Riad nach wochenlangen Dementis bestätigt, dass Khashoggi am 2. Oktober im Istanbuler Konsulat zu Tode gekommen sei, dies jedoch zunächst als Ergebnis eines eskalierten Streits dargestellt. Zudem wurden 18 ungenannte Verdächtige festgenommen und zwei hochrangige Regierungsmitarbeiter entlassen.

Später gab die Staatsanwaltschaft indirekt zu, dass der 59-jährige Regierungskritiker «vorsätzlich» getötet wurde. Angesichts des Verdachts, dass der mächtige Thronfolger Mohammed bin Salman die Tat in Auftrag gegeben hatte, betonte die Führung in Riad aber, dass es sich um einen nicht-autorisierten Einsatz gehandelt habe. Die Staatsanwaltschaft in Riad versicherte am Donnerstag erneut, dass der Kronprinz nicht in den Mord verwickelt gewesen sei.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Knouter am 16.11.2018 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Schelm wer Böses denkt. 5 Lückenbüsser sollen jetzt sterben, weil sie Befehle von oben durchgeführt haben? Es ist ja auch sonst alles sehr fair in diesen Ländern, oder?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Knouter am 16.11.2018 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Schelm wer Böses denkt. 5 Lückenbüsser sollen jetzt sterben, weil sie Befehle von oben durchgeführt haben? Es ist ja auch sonst alles sehr fair in diesen Ländern, oder?