Superwahl

17. April 2019 10:42; Akt: 17.04.2019 11:11 Print

Auf über 17.000 Inseln gehen sie heute wählen

193 Millionen Wähler auf 17.000 Inseln sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Am Mittwoch wählt die drittgrößte Demokratie der Welt einen neuen Präsidenten: Indonesien.

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Indonesien, Jakarta: Ein Wähler tunkt seinen Finger in Wahltinte anlässlich der Präsidentenwahl. (Bild: DPA/Veri Sanovri)

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Es ist ein Urnengang der Superlative: Am Mittwoch werden in Indonesien parallel zum Präsidenten auch das Parlament sowie Provinz- und Kommunalvertretungen neu gewählt. Die Wahl mit rund 245.000 Kandidaten in dem Inselstaat ist auch eine logistische Herausforderung: Es gibt mehr als 800.000 Wahllokale in zum Teil abgelegenen Regionen. Die Entscheidung fällt in einem einzigen Durchgang.

Bei der Präsidentenwahl kommt es zur Wiederauflage des Duells von vor fünf Jahren: Amtsinhaber Joko Widodo (57) tritt erneut gegen Ex-General Prabowo Subianto (67) an. Ersterer gilt als volksnaher Politiker, als «Obama Indonesiens», sein Gegenkandidat als Vertreter der militärischen Elite. Kritiker werfen Amtsinhaber Widodo vor, sich zu wenig für Menschenrechte eingesetzt zu haben. Auch Korruption ist nach wie vor weit verbreitet.

Erste Ergebnisse

Der amtierende Staatschef Widodo liegt nach ersten inoffiziellen Ergebnissen deutlich vorn. Nach der gemeinsamen Prognose von zwei Meinungsforschungsinstituten kann der 57-Jährige mit etwa 55 oder 56 Prozent der Stimmen rechnen. Für seinen Gegenkandidaten wurden nach Schließung der Wahllokale 43 bis 44 Prozent ermittelt. Das amtliche Endergebnis soll erst im Mai vorliegen.

Soziale Gerechtigkeit und die Rolle des Islams waren die bestimmenden Themen des Wahlkampfs. Indonesien gilt als bevölkerungsreichster muslimischer Staat der Welt und stand lange für eine tolerante Form des Islam. Doch in den vergangenen Jahren haben fundamentalistische Kräfte deutlich an Einfluss gewonnen.

(mb/L'essentiel/dpa)

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