Lager in Libyen

12. Juli 2019 10:12; Akt: 12.07.2019 10:48 Print

Uno unterstreicht Asselborns Forderung

Die Vereinten Nationen fordern Europa auf, die Rettungsaktionen im Mittelmeer wieder aufzunehmen. Die Rückführung von Migranten nach Libyen müsse gestoppt werden.

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Bei einem Luftangriff auf ein Lager für Migranten in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind mehr als 50 Menschen getötet worden. (Bild: DPA)

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Die unhaltbaren Zustände für Flüchtlinge und andere Migranten in Libyen müssen die Europäer nach Überzeugung der Vereinten Nationen zum Umdenken zwingen. Die EU sollte ihre eingestellten Such- und Rettungsaktionen im Mittelmeer wieder aufnehmen und die Migranten in sichere Häfen bringen, verlangten der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Filippo Grandi, und der Chef der Organisation für Migration (IOM), Antonio Vitorino am Donnerstagabend in einer Erklärung in Genf.

Auch der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hatte sich im Juli mehrfach dafür ausgesprochen, dass die Europäische Union selbst eine EU-Seerettungsmission im Mittelmeer starten solle.

Keine Rückführung in ein Land, in dem Bürgerkrieg herrscht

Der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks kritisierte außerdem die Rückführung von Migranten nach Libyen. Wer auf dem Mittelmeer gerettet wurde, dürfe anschließend nicht zurück in ein Bürgerkriegsland gebracht werden. Eine Tragödie wie der Tod von mehr als 50 Migranten, die vergangene Woche bei einem Raketeneinschlag im Internierungslager Tadschura östlich von Tripolis umkamen, dürfe sich nie wiederholen. Die Gegend ist seit Beginn der Offensive von General Chalifa Haftar, der die Regierung in der Hauptstadt stürzen will, heftig umkämpft.

Nach Angaben von UNHCR und IOM halten sich in Libyen rund 50.000 registrierte Flüchtlinge und Asylsuchende auf, ebenso wie 800.000 weitere Migranten. Alle diese Menschen müssten besser davor geschützt werden, in die Hände von Menschenschmugglern zu fallen, verlangten Grandi und Vitorino.

(mb/L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ag am 12.07.2019 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    solle mir net hinnen eis länner ginnn an dann emigreiren mir bei si,bauen alles rem op an dann gi mir erausgejoot..-et as jo hirt dei ersou deck rieden haalen sollen hiert haus,hir souen ,hirt ganz liewen mat emigranten deelen-da kukke mir weider....

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  • Léon am 13.07.2019 19:10 Report Diesen Beitrag melden

    Faudrait peut-être aussi s’occuper des femmes et enfants qui subbisse des violance au Congo,et là la politique ne fait pas grand chose.

  • Saupreis am 12.07.2019 21:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und warum verhindert die UNO nicht den Fluchtgrund? Ganz einfach, weil es lukrativer ist, Waffen in Milliardenhöhe zu verkaufen, und Lobbyisten zu erlauben ganze Kontinente aus Profitgier zu zerstören, als dafür zu sorgen dass die Menschen dort Menschenrechte,-und Würde bekommen, indem man Nahrung und Medikamente zur Verfügung stellt und für Bildung sorgt

Die neusten Leser-Kommentare

  • Léon am 13.07.2019 19:10 Report Diesen Beitrag melden

    Faudrait peut-être aussi s’occuper des femmes et enfants qui subbisse des violance au Congo,et là la politique ne fait pas grand chose.

  • Saupreis am 12.07.2019 21:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und warum verhindert die UNO nicht den Fluchtgrund? Ganz einfach, weil es lukrativer ist, Waffen in Milliardenhöhe zu verkaufen, und Lobbyisten zu erlauben ganze Kontinente aus Profitgier zu zerstören, als dafür zu sorgen dass die Menschen dort Menschenrechte,-und Würde bekommen, indem man Nahrung und Medikamente zur Verfügung stellt und für Bildung sorgt

  • ag am 12.07.2019 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    solle mir net hinnen eis länner ginnn an dann emigreiren mir bei si,bauen alles rem op an dann gi mir erausgejoot..-et as jo hirt dei ersou deck rieden haalen sollen hiert haus,hir souen ,hirt ganz liewen mat emigranten deelen-da kukke mir weider....

    • Christophe am 14.07.2019 10:48 Report Diesen Beitrag melden

      ech verstin aere kommentar net? ausser de rassistesche grondtoun kreien ech do naischt erausinterpreteiert.

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